Hardy Scholl, Chef des "Circus Busch aus Berlin" ist froh, endlich wieder was zu tun zu haben. In Raesfeld baut er mit seiner Familie einen Hüpfburgen- und Wasserspiele-Park unter dem Titel "Micky's Kinderland" auf. © Berthold Fehmer
Hüpfburgen

Zirkusfamilie baut riesigen Park mit Hüpfburgen und Wasserspiel

Einen riesigen Hüpfburgen- und Wasserspiel-Park baut der „Circus Busch aus Berlin“ auf der Raesfelder Festwiese auf. Mit vielen Attraktionen für Kinder, die in den Ferien daheim bleiben.

Die Sonne brennt. Der Schweiß läuft Hardy Scholl bei den Aufbauarbeiten von der Stirn. „Das tut richtig gut“, sagt der Chef des „Circus Busch aus Berlin“ und lächelt. Glücklich darüber, dass er endlich wieder was zu tun hat. Seit Corona durfte sein Zirkus nicht mehr auftreten und ist seitdem in Schermbeck gestrandet. Ende 2020 war die Familie so verzweifelt, dass sie um Spenden für Tierfutter bat.

Auftreten kann der Zirkus immer noch nicht. „Zu viele Auflagen“, sagt Scholl. Er will nun mit einer anderen Idee endlich wieder Geld verdienen: Hüpfburgen! „Es blieb uns nichts anderes übrig“, sagt Scholl. Er hatte beim Herumtelefonieren in seiner weitläufigen Familie gemerkt, dass 20 Mitglieder mit Hüpfburgen arbeiten. „Die müssen ständig neue Attraktionen anbieten und hatten die eine oder andere übrig.“

Hüpfburgen zusammengeliehen

Von überall her, etwa aus Freiburg oder Holland, lieh sich Scholl Hüpfburgen zusammen. Besonders von Gerd Gebel von „Gebel Event“ aus Osnabrück habe er viel bekommen, sagt Scholl. Unter anderem einen sieben Meter langen Spielwagen. „Da können Kinder reinkrabbeln. Drinnen sind Spielbälle und Rutschen.“

Insgesamt 16 Hüpfburgen konnte Scholl so organisieren. Einige werden separat in einem Kleinkinder-Bereich stehen. „Damit die großen Kinder denen nicht auf den Kopf springen“, sagt Scholl.

Viel Spaß versprechen die unterschiedlichen Hüpfburgen für den Nachwuchs.
Viel Spaß versprechen die unterschiedlichen Hüpfburgen für den Nachwuchs. © Circus Busch © Circus Busch

Außerdem wird ein Riesenparcours mit 45 Metern Länge aufgebaut, durch den Kinder klettern und rutschen können. Dazu eine Wasserrutsche jeweils für Kinder und Erwachsene sowie ein Wasserbecken, in dem man Tretboot fahren kann. Scholl empfiehlt den Besuchern, Handtücher und Badesachen mitzubringen.

Gemeinde stellte Fläche zur Verfügung

Aufgebaut werden die Attraktionen derzeit auf der Festwiese in Raesfeld an der Straße „Zum Michael“. Die Fläche habe die Gemeinde kostenlos zur Verfügung gestellt, sagt Scholl dankbar, der sich wie sein Team zum ersten Mal mit Hüpfburgen beschäftigt: „Ich habe noch nie im Leben eine Hüpfburg gehabt. Das ist auch Neuland für uns.“

Das Aufbauen der Hüpfburgen ist für die Zirkusfamilie
Das Aufbauen der Hüpfburgen ist für die Zirkusfamilie „Neuland“. © Berthold Fehmer © Berthold Fehmer

Ab dem 12. Juli (Montag) bis zum 1. August soll der Hüpfburgen-Park Familien anlocken. Jeweils montags bis freitags von 14 bis 19 Uhr, samstags und sonntags von 11 bis 19 Uhr. Eine Ausnahme gibt es: Bei über 30 Grad werden die Hüpfburgen zu heiß. Dann öffnet der Hüpfburgen-Park abends von 18 bis 21 Uhr.

„Die Zelte müssen sowieso mal raus“

Auch das Zirkuszelt mit einem Durchmesser von 28 Metern sowie ein kleineres Zelt mit 25 mal 12 Metern werden aufgebaut. Sie sollen Schatten bieten oder auch mal einen Nieselregen abhalten. „Die Zelte müssen sowieso mal raus. Die haben so lange gelegen“, sagt Scholl. Würden sie in diesem Jahr nicht aufgebaut, sagt der Zirkus-Chef, „kriegen die durch Feuchtigkeit Stockflecken, die wir nicht mehr rausbekommen“.

In einem Kantinenbereich wird es Bratwurst, Currywurst, Crêpes und Getränke geben, dazu Eis, Popcorn, Zuckerwatte und Süßigkeiten. Für die Eltern stehen Liegestühle bereit: zum chillen. „Das Gelände ist eingezäunt. Da müssen die Leute keine Angst haben, dass die Kinder stiften gehen“, sagt Scholl.

Von Raesfeld nach Wesel

Nach der Station in Raesfeld geht der Zirkus mit dem Hüpfburgen-Park für acht Wochen nach Wesel. Anschließend würde Scholl noch gerne in Schermbeck aufbauen, aber das ist noch nicht final geklärt.

Eintrittspreise: Erwachsene 4 Euro, Kinder 8 Euro. Tickets gibt es nur an der Tageskasse. Der Zirkus bittet darum, keine eigenen Getränke oder Speisen mitzubringen.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer

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