Volksbank Erle will Kunden Negativzins „so lange wie möglich ersparen“

Negativzins

Die Volksbank Schermbeck schließt Negativzinsen nicht mehr aus. Die Volksbank Erle will so etwas den Kunden laut Vorstand Ralf Steiger „so lange wie möglich ersparen“.

Raesfeld

, 07.02.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Volksbank Erle will Kunden Negativzins „so lange wie möglich ersparen“

Die Erler Volksbankvorstände Ralf Steiger (l.) und Michael Weddeling © Volksbank

Komplett ausschließen könne er die Erhebung von Negativzinsen allerdings auch nicht, sagt Steiger. Falls die Banken flächendeckend Negativzinsen auf Einlagen einführten und die Kunden massenhaft ihr Geld auf die Institute verlagerten, die das noch nicht getan hätten, könne eine solche Situation auch in Erle eintreten.

Zufrieden sind die Volksbank-Vorstände mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Das betreute Kundenkreditvolumen stieg 2019 um mehr als 6 Prozent auf gut 129 Millionen Euro an. Die Vorstandsmitglieder Michael Weddeling und Steiger sind zufrieden mit der steigenden Nachfrage nach alternativen Anlagemöglichkeiten: Ein Plus von 13 Prozent auf 48 Millionen Euro sei zu verzeichnen.

Insgesamt werden bei der Volksbank Erle etwa 251 Millionen Euro Anlagen und Kredite betreut. Fast 6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Mitgliederzahl stieg um 97 auf mehr als 2500. Eine „attraktive Dividende“ stellt ihnen Steiger in Aussicht.

Mit einem Zusammenschluss mit der Volksbank Raesfeld zu einer „Volksbank Raesfeld und Erle“ will man auf steigende Anforderungen reagieren. Die Mitglieder der Generalversammlung werden entscheiden, ob es zur Verschmelzung der Volksbanken kommen soll. Um alle offenen Fragen zu beantworten, wird es voraussichtlich noch im ersten Quartal einen Infoabend für die Mitglieder geben.

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