Tiere, Trecker, Natur pur - Bauernmarkt auf dem Hof Süthold erfüllt Kinderträume

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Einen Tag auf dem Bauernhof leben - ein Wunsch, der für Groß und Klein am Wochenende auf dem Bauernhof Süthold in Erfüllung ging.

von Maria Dehling

Raesfeld

, 10.06.2019, 18:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fahrräder, Kinderwagen, und unzählige Fußtruppen pilgerten Pfingstsonntag und -montag zum Vennekenweg 28 in Raesfeld. Bauer Peter Süthold hatte dort Scheunen- und Stalltüren geöffnet, Erdbeeren, Spargel und Kartoffeln zu kleinen Köstlichkeiten bereitet und seine Wiesen für viele Aussteller rund um das bäuerliche Handwerk zur Verfügung gestellt.

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So schön war es beim Bauernmarkt auf dem Hof Süthold

Beim Bauernmarkt auf dem Hof Süthold in Raesfeld gingen Kinderträume in Erfüllung.
10.06.2019
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Gleich am Hofeingang ein viel gefragtes Gefährt. Papa oder Mama immer mit auf dem Kutschbock© Maria Dehling
Junges Trio auf dem 15-PS starken Güldner.© Maria Dehling
Buttern nach guter alter Zeit – und es gab so viele Fragen zu beantworten© Maria Dehling
Reisigbesenbinder: Zünftig gekleidet gab´s hier Besenlatein unter Männern.© Maria Dehling
Michael Hölter, De Doskerkerls, fährt stolz den im Originalzustand erhaltenen Allgaier von 1950 vor.© Maria Dehling
Die Besucher freuten sich über den traditionellen Markt.© Maria Dehling
Jetzt heißt es „Startfrei“.© Maria Dehling
Die rosigen Ferkel vor ihrem Start. Gleich geht’s zum Trog© Maria Dehling
Peter Süthold in der Mitte der Kappes-Hoheiten v.l. Königin Nadine Bäßler, Prinzessin Michaela Probst.© Maria Dehling

„Wir kommen jedes Jahr hierher. Für die Kinder ist es ein Ausflug in eine Traumwelt – Tiere, Trecker, die vielen Spielangebote“, sagt Vater Michael, der zum wiederholten Male die Kinder auf den Treckersitz hievt. Selbstverständlich gab es auch das beliebte Ferkelrennen. Acht Wochen alt sind die kleinen Flitzer, die sich eine Jagd um das Futter liefern.

Buttern wie anno dazumal

Die älteren Damen in der schönen alten Kluft erzählen an ihrem Stand vom Spinnen und Buttern aus der „ollen Tied“. Die Butter wird auf dem Bauernmarkt noch in alten Stoßbutterfässern bereitet. Aus zehn Litern Milch werden so 500 Gramm Butter. Und der gute Rest wird als Buttermilch verkostet.

Das Stampfen braucht dann auch zwei bis drei Stunden und fordert die Armmuskulatur. Doch so war es halt früher. Und in der Nachkriegszeit, erfahren die Besucher, wurde die Butter sogar als Währungseinheit gehandelt.

Säen und ernten wie zu Großvaters Zeiten

„De Doskerkerls“ aus Velen-Ramsdorf sind eine Gruppe von 63 jungen und alten Technikfreaks, der Älteste von ihnen zählt immerhin 97 Lenze. Sie säen und ernten noch heute wie zu Großvaters Zeiten, auch jetzt zu Pfingsten in Raesfeld.

Eben fährt der 19-jährige Michael Hölter mit einem alten Allgaier vor, ein Ackerschlepper immerhin mit dem Baujahr 1950 und das noch im Originalzustand, wie er sagt.

Ein Reiserbesen kehrt gut gepflasterte Flächen

Doch die Zuschauer erfahren auch, was ein Reiserbesen ist und wofür er eingesetzt wird: Er eignet sich besonders gut zum Kehren von gepflasterten oder geteerten Flächen. Dort, wo ein herkömmlicher Besen versagt, kehrt ein Reiserbesen immer noch alle nassen Blätter von der Straße. Die „Reiser“ stammen von Birken, die im Winter geschnitten werden und dann mindestens drei Monate natürlich trocknen.

Am Montagmorgen um 11 Uhr wurde es bei Süthold noch einmal spannend: Die neue Kappes-Prinzessin von Raesfeld wurde bekannt gegeben. Sie heißt Michaela Prost und wird nun ein Jahr von der neuen Kappes-Königin und ehemaligen Prinzessin Nadine Bäßler auf ihr Amt vorbereitet. Die beiden Hoheiten warben vor Ort bereits kräftig für das gesunde Gemüse und freuen sich auf viele gemeinsame Aktionen.

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