Streit endete mit Messerattacke

Unklarer Tathergang

Mit einem Messer ist ein 32-jähriger Algerier am Dienstagabend in einer Flüchtlingsunterkunft an der Marbecker Straße verletzt worden. Unklar ist, wie es dazu kam.

Raesfeld

, 29.09.2016, 14:14 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am Dienstagabend wurde die Polizei zur Unterkunft gerufen. Die Beamten trafen den 32-jährigen Geflüchteten an, der Schnittverletzungen an einer Hand aufwies. Der Algerier beschuldigte direkt einen im gleichen Haus untergebrachten 20-jährigen Nigerianer, ihn im Verlauf eines Streites um einen Diebstahl mit einem Messer angegriffen zu haben. „Bei dem Diebstahl ging es um Geld“, sagte Frank Rentmeister auf Anfrage unserer Zeitung.

Angriff abgewehrt

Bei der Abwehr des Angriffs, so sagte der 32-Jährige aus, sei er an der Hand verletzt worden. Der 32-Jährige wurde behandelt und vom Rettungsdienst ins Borkener Krankenhaus gebracht. Die Polizeibeamten nahmen den Beschuldigten vorläufig fest, als dieser gegen 22 Uhr zu der Unterkunft zurückkehrte. Da der Mann erkennbar unter Alkohol- und mutmaßlich auch unter Drogeneinfluss stand, wurden ihm durch einen Arzt Blutproben entnommen. Ein Ergebnis des Drogentests liege noch nicht vor, so Rentmeister.

Vorwürfe abgestritten

In seiner Vernehmung stritt der 20-Jährige allerdings sowohl den Diebstahl als auch den Messerangriff ab. Er gab an, von dem 32-Jährigen im Verlauf des Streites mit dem Messer angegriffen worden zu sein und sich nur gewehrt zu haben. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde der Mann wieder entlassen. „Bisher haben wir keine Zeugen“, sagte Rentmeister. Auch die Tatwaffe habe die Polizei noch nicht. Und selbst wenn diese vorläge, werde es vermutlich schwierig, anhand der Fingerabdrücke den Tatverlauf zu rekonstruieren. „Sie haben es ja beide angefasst.“