St.-Martin-Gemeinde kauft Niewerther Hof

Pfarrheim geplant

Die Pfarrgemeinde St. Martin hat den bisher als Hotel und Gaststätte betriebenen "Niewerther Hof" ("Aelkeshof"), vom Velener Eigentümer Josef Keppelhoff-Niewerth erworben, um neben der St.-Martin-Kirche ein Pfarrheim zu errichten. Das teilte Georg Badurczyk am Donnerstag mit.

Raesfeld

, 17.08.2017, 17:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
St.-Martin-Gemeinde kauft Niewerther Hof

Hier soll das neue Pfarrheim der St.-Martin-Gemeinde entstehen.

Zur Kaufsumme wollte sich der stellvertretende Kirchenvorstandsvorsitzende auf Nachfrage unserer Zeitung nicht äußern. Die Pfarrgemeinde habe die Kaufverhandlungen aufgenommen, als bekannt worden war, dass der Eigentümer überlegte, die Gaststätte mit Hotel in ein Mietshaus umzubauen. „Dazu sollte zunächst der bisher als Gaststätte und Pächterwohnung genutzte Altbau abgerissen werden, um diese Freifläche künftig als Parkplatz für die Mieter nutzen zu können.“ Der bisher als Hotel genutzte Anbau von 1964 sollte zum Mietobjekt mit sechs Wohnungen umgebaut werden. Eine Abrissgenehmigung des Kreises Borken lag wie berichtet bereits für den Teil der Gaststätte vor.

„Keine Stellplätze“

„Uns war wichtig, dass wir diese Fläche weiter für die Öffentlichkeit nutzen können und dass dort keine Stellplätze hinkommen“, sagte Badurczyk. Seit Langem habe es Überlegungen für einen Pfarrheim-Neubau gegeben: Der Standort in Nähe der Kirche sei ideal. Warum es seitens der Gemeinde erst jetzt eine offizielle Stellungnahme gibt, begründete Badurczyk damit, dass erst am Dienstag dieser Woche letzte Vertragspunkte zwischen den Parteien verbindlich geklärt werden konnten.

Zusammenarbeit angestrebt

Die Pfarrgemeinde strebe bei der Nutzung eine enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde Raesfeld an, da sich die Fläche wegen ihrer zentralen Lage sehr gut für eine öffentliche Nutzung eignet. Ähnliche Nutzungsmodelle gebe es in anderen Gemeinden, etwa in Dülmen, auch, sagt Badurczyk. Ob das Gebäude nun komplett abgerissen und neugebaut oder teilweise weitergenutzt werden soll, dazu konnte Baduczyk noch keine Angaben machen. „Viele Fragen sind noch in den nächsten Monaten zu klären.“ Auch darüber, wie man mit dem alten Pfarrheim und dem Kolpinghaus am Hohen Weg weiter verfahre. Zur Initiative „Rettet Aelkes“, die sich für den Erhalt des Niewerther Hofs einsetzt, sagt Badurczyk: „Wir wollen keinen Kampf gegen irgendjemanden."

Lesen Sie jetzt