Gurken werden in der Produktion der Firma Develey mit Salzwasser behandelt. Die Straßenmeisterei in Dingolfing benutzt für den Winterdienst salziges Gurkenwasser bei Eisglätte. © picture alliance/dpa
Gurkenwasser

SPD-Vorschlag: Gurkenwasser statt Streusalz auf glatten Straßen

Ziemlich kurios wirkt ein neuer Vorschlag der SPD: Sie will die Straßen in Raesfeld bei Glatteis nicht mehr mit Streusalz, sondern mit Gurkenwasser sicherer machen.

Elke Rybarczyk, Fraktionsvorsitzende der SPD Raesfeld, begründet ihren Antrag an die Verwaltung damit, dass nach Angaben des Umweltbundesamtes in kalten, schneereichen Wintern im Mittel mehr als vier Millionen Tonnen an Streusalz auf deutschen Straßen und Gehwegen landet. „Was katastrophale Folgen für die Umwelt durch Schädigung von Pflanzenwurzeln und des Grundwassers hat“, so Rybarczyk.

Als Alternative schlägt sie Gurkenwasser vor. „Seit einem Jahr erproben Straßenmeistereien Gurkenwasser, das bei der Produktion von Salzgurken entsteht, um die Straßen im Winter sicher zu machen. Ihr Ergebnis ist, dass im Winterdienst dieselben Erfolge wie mit herkömmlichem Streusalz erzielt werden

konnten, dabei ist Gurkenwasser deutlich umweltschonender.“

Alternative zum Streusalz?

Daher stelle die SPD die Anfrage: „Sieht die Verwaltung auch für Raesfeld die Möglichkeit, Alternativen zu Streusalz, die der Umwelt weniger Schaden zufügen, anzuwenden?“

Pilotprojekte dieser Art gibt es beispielsweise in Bayern, wo ein regionaler Gurkenverarbeiter das Abfallprodukt Gurkenwasser von pflanzlichen Resten reinigt und den gewonnenen Sud mit zusätzlichem Salz versetzt. Dieser wird auf die Straßen gesprüht – zuvor landete er in der Kanalisation. In anderen Bundesländern, wie etwa Brandenburg, will man diese Möglichkeit ebenfalls prüfen.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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