So soll das Umfeld von Schloss Raesfeld verschönert werden

Schloss Raesfeld

Das Schlossumfeld in Raesfeld soll verschönert werden. Bei allen Veränderungen werden die Besucher aber künftig auf einige Dinge verzichten müssen.

Raesfeld

, 03.09.2019, 11:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
So soll das Umfeld von Schloss Raesfeld verschönert werden

Das Areal um den Karpfenteich am Schloss Raesfeld soll neu gestaltet werden. Eine Fontäne soll beispielsweise für mehr Sauerstoff sorgen, wodurch das Wasser nicht mehr so grün werden dürfte wie in diesem Jahr. © Berthold Fehmer

Im Planungsausschuss zeigte Planungsamtsleiter Bernd Roters die Vorentwürfe, mit deren Umsetzung im Jahr 2020 gerechnet wird. Allerdings nur, wenn auch Fördermittel dafür gezahlt werden. Im Dorfentwicklungskonzept wurde die Aufwertung des Schlossumfelds als wesentlicher Baustein aufgeführt.

Im Karpfenteich zwischen Südring und Schlossallee gibt es keine Karpfen mehr. Arno Berning (CDU) fragte nach, ob der Teich seinen Namen eigentlich noch zurecht trage. Bernd Roters: „Wir haben den Fischbestand rausgenommen im letzten Jahr.“ Vielleicht gebe es noch ein paar Goldfische im Teich, aber eine wirtschaftliche Nutzung sei nicht mehr geplant.

Kastanien werden komplett gefällt

Verzichten müssen die Besucher demnächst auch auf die Kastanien, die die Schlossallee säumen. Ein Bakterium hat in den letzten Jahren den Bäumen zugesetzt, die aus Sicherheitsgründen zum Teil gefällt werden mussten. Das wird auch in diesem Jahr wieder bei zwei Kastanien erforderlich sein. Im kommenden Jahr sollen laut Roters dann alle übrig gebliebenen Kastanien gefällt werden.

Ersatz ist allerdings geplant. Im Vorentwurf, und dieses Wort betonte Roters besonders, sind 22 neue Bäume jeweils paarweise an dem Fußweg geplant. Welche das sein sollen, konnte Roters noch nicht sagen. „Das steht noch nicht fest.“ Beleuchtet werden sollen Bäume und Weg mit Bodenlampen (LED, 7 Watt) und zwischen den Bäumen sollen Bänke mit Blick auf den Teich errichtet werden.

Eingangstor

Von der Weseler Straße aus sollen zwei gemauerte Pfeiler ein Eingangstor bilden. Da, wo sich derzeit der Überlauf am Schlammfang befindet, sei eine Brücke geplant mit einer Bank darauf, von der aus man den Überblick über den Teich habe. Ein geschwungener Weg ist östlich neben dem Teich geplant. Die Grünanlage soll so aufgelockert werden, dass ein Überblick vom Kreisverkehr auf den Teich wieder möglich ist.

So soll das Umfeld von Schloss Raesfeld verschönert werden

Eine neuer Weg (rechts), eine Fontäne, neue Bäume mit Beleuchtung und eine kleine Terasse am Wasser sind Elemente des Vorentwurfs für die Umgestaltung des Karpfenteichs. © Heiner Wortmann (Vorentwurf)

Mit einer neuen Wasserfontäne, die das sechseckige Beet im südlichen Bereich des Teichs ersetzen soll, wolle man mehr Sauerstoff in den Karpfenteich bringen. Roters: „Einerseits um eine Attraktivität zu erreichen. Der Teich wurde aber zwischenzeitlich auch unwahrscheinlich grün wegen dem Sauerstoffmangel.“

Im südlichen Bereich ist außerdem eine Holzterrasse geplant, die bis 20 Zentimeter über das Wasser reicht. Eine hochwertigere Bepflanzung soll helfen, den Bereich als „Freizeitanlage“ wahrzunehmen.

Davon unabhängig sei die geplante Kanalsanierung in diesem Bereich, die im Frühjahr 2020 ansteht, so Roters. Erst wenn der Zuwendungsbescheid eintreffe, „frühestens im Frühjahr“, so der Erste Beigeordnete Martin Thesing, soll der Entwurf für die Umgestaltung des Karpfenteichs erarbeitet werden.

So soll das Umfeld von Schloss Raesfeld verschönert werden

Einen Fitnessparcours am Schlossparkplatz am Freiter Pättken plant die Gemeinde Raesfeld. © Gemeinde Raesfeld (Vorentwurf)

Gleiches gilt für das Freiter Pättken, den Weg zwischen Ortskern und Schloss, wo nordöstlich des Parkplatzes am Südring ein Fitnessparcours angelegt werden soll. Geräte für Liegestütz, Armzug, Rückenstrecken, Sit-ups, Klimmzüge, Dehnen oder Balancieren sollen in einem Rundlauf angeordnet werden.

Auf Nachfrage sagte Bernd Roters, dass der Untergrund Rasen sein solle. Nur dort, wo ein Fallschutz integriert werden müsse, seien Holzhackschnitzel vorgesehen.

Erfahrungen beim Naturerlebnisgelände gesammelt

Die Pläne seien gut, sagte Klaus Rybarczyk (SPD), aber es sei nicht der Mehrgenerationenspielplatz, wie ihn die SPD gefordert habe. Spielgeräte, die etwa von Oma und Kindern gleichzeitig genutzt werden könnten, seien nicht vorhanden. Bürgermeister Andreas Grotendorst verwies auf die Erfahrungen, die man in Raesfeld am Naturerlebnisgelände gemacht habe. Man habe sich mit der Bürgerstiftung zusammen beraten lassen und deshalb diese Auswahl an Geräten getroffen.

Damit das Freiter Pättken auch für Auswärtige seine Funktion als Verbindungsweg zwischen Ortskern und Schloss erfüllen könne, sei auch eine ordentliche Ausschilderung notwendig, so Martin Thesing.

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