Einen Rosenmontagszug durchs Dorf wie 2020 wird es in diesem Jahr wegen Corona nicht geben. Stattdessen hat der Verein RRZ eine andere Idee. © Berthold Fehmer
Mit Video

Rosenmontagszug trotz Corona: Wagenbauer mit guter Feinmotorik gesucht

Ein Rosenmontagzug mit Tausenden Zuschauern? Undenkbar in Corona-Zeiten! Oder doch nicht? Der RRZ hat eine Idee und sucht nun Wagenbauer mit guter Feinmotorik. Ein Video zeigt, wie es geht.

Der RRZ kann nicht die Finger vom Rosenmontag lassen“, sagt Sprecherin Britta Terhart vom Verein Raesfelder Rosenmontagszug (RRZ). Auch nicht in Zeiten des Coronavirus, das den Karnevalisten so gut wie jede Möglichkeit zum gemeinsamen Feiern verwehrt.

Normalerweise würden jetzt die Wagenbauer bereits voll in den Vorbereitungen der Wagen für den großen Umzugs durch den Raesfelder Ortskern stecken. Dass es den Zug so aber nicht geben würde, steht bereits seit Längerem fest.

„Wir wollen den Zug online laufen lassen“

Den Raesfelder Rosenmontagszug einfach so ins Wasser fallen lassen? Damit wollte sich der Verein nicht einfach abfinden. „Wir wollen den Zug online laufen lassen“, sagt Terhart. „Wir suchen kreative Wagenbauer und haben uns vorgestellt, dass kleine Wagen gebaut werden – vielleicht in Playmobil-Größe.“ Der Kreativität seien keine Grenzen gesetzt, betont Terhart.

Wer einen Mottowagen fertig hat, kann mit dem Smartphone einen kleinen Film drehen. „Nicht länger als eine Minute“, so Terhart, sollen diese Video-Sequenzen sein, die den Wagen zeigen sollen, wie er auf die Kamera zu- sowie einmal von rechts nach links durchs Bild fährt. Diese Filme sollen per WhatsApp an Tel. (0151) 21638064 geschickt werden – vielleicht mit einigen Zeilen, wer den Wagen gestaltet hat und Erklärungen. Einsendeschluss ist der 7. Februar.

Rosenmontagszug startet um 12.33 Uhr

Aus den „Schnipseln“ will der Verein einen Film zusammenschneiden. „Mit Musik“, verspricht Terhart. Der Film solle dann pünktlich am Rosenmontag, 15. Februar, um 12.33 Uhr auf der Seite des RRZ (https://r-r-z.de/) online gehen. „Dann kann man sich den Spaß zwar nicht im Dorf angucken, aber zu Hause vor dem PC.“

Damit sich die Raesfelder etwas unter einem solchen Filmchen vorstellen können, haben die RRZ-Mitglieder bereits einen kleinen Film aus drei selbst gebastelten Wagen zusammengeschnitten, der auch auf der Homepage zu sehen ist. Ein Wagen darin zeigt etwa eine Flasche „Corona“-Bier und einen Frosch – mit dem Motto: „Sei kein Frosch und lass dich impfen!“

Der schönste Wagen soll prämiert werden. „Wir sind auch gespannt, was wir bekommen“, sagt Terhart über die Einsendungen. Sie ist froh, „dass wir überhaupt Rosenmontag etwas machen“. Und wer weiß: Vielleicht führt der Lockdown, die damit verbundene Langeweile in vielen Familien sowie die Tatsache, dass nun keine schweren Trecker als Zugmaschinen benötigt werden, dazu, dass es der längste Raesfelder Rosenmontagszug aller Zeiten wird.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer

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