Nachfahre der Erler Femeiche wächst jetzt in Mettmann

Femeiche

Mit angeblich über 1000 Jahren zählt die Erler Femeiche zu den ältesten Bäumen der Welt. Im Stadtwald in Mettmann freut man sich derzeit über einen ihrer Nachfahren.

Raesfeld

, 21.04.2020, 16:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Oliver Neumann mit dem Ableger und einem Herkunftszertifikat der historischen Femeiche im Mettmanner Stadtwald.

Oliver Neumann mit dem Ableger und einem Herkunftszertifikat der historischen Femeiche im Mettmanner Stadtwald © Kreisstadt Mettmann

Oliver Neumann aus Mettmann hat vor wenigen Tagen der Kreisstadt ein besonderes Geschenk gemacht und einen Baum im Stadtwald gepflanzt: einen Ableger der berühmten Femeiche aus Erle. „Ich habe vor einiger Zeit im Internet nach den ältesten Bäumen Deutschlands gesucht und bin dabei auf die über 1000-jährige Eiche in Erle gestoßen“, erklärt Oliver Neumann.

Seine weitere Recherche führte zu Ingrid Horstmann, der ehemaligen Grundschullehrerin aus Erle. Sie engagiert sich im Heimatverein unter anderem für den Erhalt der alten Femeiche und pflanzt heute noch zusammen mit den Schulkindern regelmäßig Ableger des historischen Baumes in der Region. Manche wachsen sogar in fernen Ländern wie Japan.

Ableger am Baumlehrpfad

Oliver Neumann bekundete Interesse an einem dieser Ableger, holte ihn zusammen mit seiner Verlobten Michaela in Erle ab und übergab ihn als Geschenk dem Mettmanner Grünflächenamt. Neumann: „Da der Ableger am Baumlehrpfad sein neues Zuhause gefunden hat, wird er auch bald ein passendes Informationsschild erhalten.“

Jetzt lesen

Das Schild soll die Geschichte des Baums aufzeigen, der erstmals 1265 schriftlich erwähnt wurde. Im Mittelalter wurden bis Ende des 16. Jahrhunderts von einem Freigraf und mindestens acht Schöffen bei Mord, Raub, Brandstiftung oder Meineid an diesem Baum Urteile gefällt.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt