Wenn Kitas und Offene Ganztagsschulen nur halb oder noch geringer besucht werden: Wer muss dann die Beiträge finanzieren? Doch wohl nicht die Eltern, die ihre Kinder zu Hause betreuen, findet unser Autor. © picture alliance / dpa
Ausbaupläne

Mehr Platz für die Raesfelder Grundschüler im Offenen Ganztag

Immer mehr Kinder kommen in den Offenen Ganztag oder in die Übermittagsbetreuung. In Raesfeld sollen sie nach dem Wunsch der Gemeinde demnächst mehr Platz haben.

Offener Ganztag (OGS) und die Über-Mittag-Betreuung (ÜMi) an der St.-Sebastian-Schule in Raesfeld leiden unter Platznot. Deshalb hat die Verwaltung kurzfristig einen Antrag auf Fördermittel gestellt, um die Not mit Hilfe eines Programms aus dem Schulministerium zu lindern.

In Raesfeld und Erle besuchen im Schuljahr 2020/2021 80 Kinder den Offenen Ganztag. Sie werden täglich, auch an schulfreien Werktagen bis 16.30 Uhr betreut und gefördert. Mittags bekommen sie eine warme Mahlzeit. Träger der OGS in Raesfeld ist der Caritasverband Borken, in Erle die Evangelische Jugendhilfe Münsterland. In Raesfeld waren die Raumkapazitäten im OGS-Gebäudetrakt bereits erschöpft, sodass eine Gruppe in die Lehrküche im Keller ausgewichen ist.

Alle Kinder sollen gemeinsam im Speiseraum essen

Derzeit essen die Kinder sowohl in der Küche im OGS-Trakt der Schule als auch in dem zusätzlichen Gruppenraum im Keller. Damit aber alle Kinder ihr Mittagessen wieder im Speiseraum der Küche einnehmen können, soll ein Durchbruch zum benachbarten multifunktionalen Gruppenraum erstellt werden. Eine Schiebetüranlage soll ermöglichen, den Gruppenraum weiterhin multifunktional nutzen zu können.

Die Über-Mittag-Betreuung (ÜMi) dauert verlässlich bis 13.30 Uhr und bietet kein Mittagessen an. Träger in Raesfeld ist der Förderverein der Sebastianschule, in Erle die Evangelische Jugendhilfe Münsterland. Sie ist getrennt in einem Klassenraum außerhalb des OGS-Gebäudetraktes untergebracht.

Schülerzahlen steigen, Raumbedarf wächst

Da die Grundschule aufgrund der steigenden Kinderzahlen im kommenden Schuljahr aber vier Eingangsklassen bekommt, wird der Raum wieder als Klassenzimmer gebraucht. Außerdem, so heißt in der Beschlussvorlage der Verwaltung für die nächste Schulausschusssitzung am 13. April (Dienstag), sei die Zahl der ÜMi-Kinder inzwischen auf 72 angewachsen, sodass die Betreuung jetzt zwei Räume benötige.

Die seien im Keller des neueren Traktes der Schule vorhanden. Allerdings müssten die beiden miteinander verbundenen Räume größere Fenster bekommen sowie Akustikdecken und neue Böden. Die Umbaukosten werden auf 177.000 Euro geschätzt, von denen 132.000 Euro aus dem Fördertopf kommen könnten. Aus Mitteln des Gemeindehaushaltes seien knapp 45.000 Euro aufzubringen.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Geboren und geblieben im Pott, seit 1982 in verschiedenen Redaktionen des Medienhauses Lensing tätig. Interessiert an Menschen und allem, was sie anstellen, denken und sagen.
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Petra Berkenbusch

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