Krönung für den Sterndeuterturm

RAESFELD Seit Freitag hat der Sterndeuterturm eine neue Turmkrönung. „Was ein Jahr gefehlt hat, ist an seinen Platz zurück gekommen“, so Eckard Zurheide.

von Von Rüdiger Eggert

, 11.07.2008, 18:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Montagekorb vor dem Sterndeuterturm: (v.l.) Thomas Müller, Eckard Zurheide und Werner Storz.

Im Montagekorb vor dem Sterndeuterturm: (v.l.) Thomas Müller, Eckard Zurheide und Werner Storz.

Präzisionsarbeit war es, das neue Ensemble aus Turmzier und Wimpel auf den Turm des Raesfelder Schloss zu setzen.

30 Meter hoch

Die Hausherren der Akademie des Handwerks, Akademieleiter Werner Storz und Eckard Zurheide, rollten die Dokumentationen und Zeitungen in Kupferröhren, versiegelten und verstauten sie in einer Kupferkugel. Die gesamte Turmkrönung wurde mit Hilfe eines Kranes auf die über 30 Meter hohe Turmspitze befördert.

Die letzte Turmspitze stammte aus dem Jahr 1922. Der Zahn der Zeit und Korrosion machten die Metallkonstruktion zur Gefahr. Ein metallener Wimpel war schon vor etlichen Jahren in die Gräfte gestürzt. Suchaktionen blieben erfolglos.

Restaurationsexperte Eckard Zurheide und sein Team entschlossen sich zu einer Kopie der Turmkrönung und für die Neugestaltung eines Turmwimpels. Als zeitgemäße Materialien wurden Kupfer und Edelstahl verarbeitet, als Motiv zieren das Schloss und natürlich Sterne in Anlehnung an den Sterndeuterturm den Wimpel.

Sächsische Fachleute

Ausgeführt wurden die Arbeiten von der sächsischen Firma Müller. Metallbildnermeister Thomas Müller und sein Vater Christoph Müller führten die Arbeiten persönlich aus. Sie hatten schon die Wetterfahne auf dem Hauptturm ersetzt.

Die Arbeiten finden im Rahmen einer langfristigen Instandsetzung des Schlosses statt. Bisher wurden zwei Kamine restauriert, zwei weitere folgen im nächsten Jahr. Der dritte Turm ist auch noch auf der Liste der Restaurationsarbeiten.

Die Kosten für die Kamine belaufen sich auf 80 000 €, für die Turmkrönung fallen 12 000 € an. Die Kosten werden aus der NRW-Stiftung, aus Bundesmitteln, durch Versicherung und Eigenanteil gedeckt.

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