Justus Frantz spielt Ende Juli am Schloss Raesfeld - zum Auftakt eines Festival-Wochenendes. © musik:landschaft westfalen
Justus Frantz

Justus Frantz am Schloss Raesfeld: Mutige Entscheidung zahlt sich aus

Bei einer Wocheninzidenz von 140 lag der Kreis Borken Ende April, als Intendant Dirk Klapsing seine Pläne für Festival-Konzerte am Schloss Raesfeld bekannt gab. Der Mut zahlt sich nun aus.

Wenn Dirigent und Pianist Justus Frantz am 29. Juli (Donnerstag) unter anderem die Sinfonie in Es-Dur „Schwanengesang“ KV 543 von Mozart im Innenhof des Schlosses Raesfeld erklingen lassen wird, denkt in dem Moment hoffentlich kein Zuhörer daran, dass ein solches Konzert noch drei Monate zuvor undenkbar war.

Immer daran geglaubt, dass die Situation im Sommer eine andere sein würde, hat Dirk Klapsing. Der Intendant der „musik:landschaft westfalen“ setzte auf Impfungen und Hygiene-Konzepte. Als die Corona-Einschränkungen nach und nach einkassiert wurden, „waren wir schon am Markt“, freut sich Klapsing über den großen Zuspruch beim Ticketverkauf.

Stühle im Schachbrettmuster

Er konnte nicht nur Frantz, sondern auch die „Höhner“ mit der „festival:philharmonie westfalen“ für vier Aufführungen am Schloss (30. und 31. Juli, jeweils 17.30 und 20.30 Uhr) sowie das Kabarett-Trio Storno (1. August, 17 Uhr und 20 Uhr) verpflichten. Die Mehrfach-Aufführungen dienen dazu, die Zuschauermenge halbieren zu können. Stühle werden im Schachbrettmuster mit Abstand aufgestellt.

Dass die Inzidenz im Kreis derzeit um die 5 liegt, verführt Klapsing und die Behörden nicht zum Leichtsinn. „Wir haben beschlossen, dass grundsätzlich ein negativer Corona-Test vorliegen muss“, sagt Klapsing – auch wegen der sich rasant verbreitenden Delta-Variante. Alle Besucher müssen ausnahmslos einen höchstens 48 Stunden alten, negativen Corona-Schnelltest vorlegen.

„Wiener Abend“ mit Justus Frantz

Den Konzertauftakt bestreitet Justus Frantz. Seit vielen Jahren begleitet er die Veranstaltungen der westfälischen Musikfestspiele. Mit der “festival:philharmonie westfalen“ ist ein „Wiener Abend“ geplant, bei dem Frantz auch als Interpret des 5. Klavierkonzertes von Ludwig van Beethoven vorgesehen ist. Einlass ist um 19.30 Uhr. Mehr Infos zum Festival und Karten (65 bzw. 55 Euro) gibt es online unter www.musiklandschaft-westfalen.de.

Ansonsten dürfen sich Besucher bei der 13. Auflage der Sommer-Festspiele bis zum 10. September auch in anderen Orten auf Künstler aus Klassik, Jazz, Swing, Rock und Schlager sowie auf Kabarett freuen: Götz Alsmann, die Beatles-Tribute-Band Kaiserkeller, aber auch die deutsche Jazz-Legende Klaus Doldinger und viele andere werden erwartet.

Flanierkonzerte kamen gut an

Die Flanierkonzerte der Reihe „Klassik im Park“, als Ausweichlösung im letzten Corona-Jahr ins Leben gerufen, seien zur gefragten Veranstaltungsform geworden, so Klapsing. Dabei bucht der Zuschauer zwei Stunden, in denen er durch Gartenanlagen spazieren und drei Ensembles lauschen kann: im Schlosspark Anholt, im Burggarten Horstmar, im Kloster Dahlheim und im Schloss Harkotten. Infos unter www.musiklandschaft-westfalen.de.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer

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