Tipps für Halloween: Wie man sich mit Kunstblut und Klopapier zum Zombie schminkt

dzHalloween Make-up

Für einen Zombiefilm musste Eva-Marie Bojanowski am Mittwoch Jugendliche in Untote verwandeln. Wir zeigen, wie das mit Kunstblut und Klopapier auch für die nächste Halloweenparty gelingt.

Raesfeld

, 26.10.2019, 13:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Eher satirisch“ soll laut dem Raesfelder Jugendhausleiter Philipp Hatkämper der Film werden, der am Mittwochnachmittag gedreht wurde. Beim Wettbewerb zum Thema „Lebenswelten“, ausgelobt von der Bürgerstiftung Westmünsterland, soll der Film eingereicht werden - und am Ende vielleicht den Preis „Stark ohne Gewalt“ gewinnen.

Was das Motto mit Zombies zu tun hat? Hatkämper hatte mit den Jugendlichen ein Grundgerüst erarbeitet, nach dem eine Gruppe Lebender von einer Gruppe Untoter in Raesfeld verfolgt wird. Am Ende feiern aber alle im Jugendhaus eine Party - mit professioneller Licht- und Tonanlage der Firma „Beatattack“, aufgebaut von Leon Plohr und Joscha Hidding.

Make Up für Untote

Für das spektakuläre Aussehen der Untoten sorgt Eva-Marie Bojanowski. Die 25-jährige Erlerin studiert „Soziale Arbeit“ und ist nebenberuflich Fotografin. Um ihre Modelle ins rechte Licht zu rücken, greift sie auch zur Schminke.

Zombies zu schminken, sei gar nicht so schwer, erzählt sie, als sie Lukas Lankes (20) verwandelt: „Da muss es nicht so ordentlich sein.“ Schwerer seien Totenköpfe oder ähnliches. Ihre erste Frage an Lukas: „Hast du Allergien?“ „Nicht dass ich wüsste.“ Um die Wunden zu modellieren, benutzt Eva-Marie Latex - die Frage ist also berechtigt.

Tipps für Halloween: Wie man sich mit Kunstblut und Klopapier zum Zombie schminkt

Weißes Aqua-Make Up sorgt für einen bleicheren Teint. © Berthold Fehmer

Mit weißem Aqua-Make Up sorgt Eva-Marie zunächst für einen blasseren Teint, mit schwarzem und ein bisschen grünem Make Up werden die Augen abgedunkelt. „Ist er schon tot?“, fragt ein Jugendlicher, als er Lukas nach dieser Prozedur sieht. „Noch nicht“, sagt die Erlerin lächelnd.

Tipps für Halloween: Wie man sich mit Kunstblut und Klopapier zum Zombie schminkt

Hier werden die Augen abgedunkelt. © Berthold Fehmer

Mit Latex pinselt sie die linke Gesichtshälfte ein. „Sollte etwas anfangen zu brennen, meld dich!“, schärft sie Lukas ein. „Hast du Klopapier?“, fragt sie Hatkämper. Damit wolle sie Wunden eine Struktur geben.

Tipps für Halloween: Wie man sich mit Kunstblut und Klopapier zum Zombie schminkt

Latex und Klopapier müssen zunächst trocknen. © Berthold Fehmer

Auf das Latex klebt sie Streifen des Klopapiers. „Das sieht jetzt erst mal total bescheuert aus.“ Niemand widerspricht. Etwas trocknen müsse das Ganze nun, sagt Eva-Marie. Ein Jugendlicher kommentiert: „Das riecht hier mehr nach Schminke als bei meiner Schwester.“

„Total ekelig“

Als Klopapier und Latex trocken sind, meint einer der Zuschauer: „Das sieht total ekelig aus.“ „Noch nicht“, sagt Eva-Marie grinsend. Mit einem Pinsel reißt sie das Klopapier ein bisschen auf, das am Ende aufgerissene Haut simulieren soll.

Mit roter Aqua-Schminke färbt sie die linke Gesichtshälfte, sagt aber gleich: „Das Rot ist meistens zu hell, das muss man ausgleichen mit Schwarz.“

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Dieses Rot ist noch zu hell. © Berthold Fehmer

Diese Mischung sieht schon viel eher nach einer verdreckten oder verbrannten Wunde aus. Mit einem groben Schwamm tupft sie eine Struktur auf und muss dabei immer wieder auch Farbe auf ihrer Hand abstreifen. „Meine Hand ist nachher auch ein Zombie.“

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So richtig gruselig sieht das noch nicht aus. © Berthold Fehmer

Eine dunkel-rote Geleemasse, die im Drogeriemarkt als „Wundschorf“ verkauft wird, tupft sie ebenfalls mit einem groben Schwamm auf. In den Drogeriemärkten gebe es derzeit viele Schminkutensilien eigens für Halloween, hat Eva-Marie beobachtet.

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Mit dem groben Schwamm wird der "Wundschorf" aufgetragen. © Berthold Fehmer

Jetzt noch ein bisschen Kunstblut, schwarze Schminke zum Abdunkeln der Augen und fertig ist Lukas, der Zombie.

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Fertig ist Lukas, der Zombie. © Berthold Fehmer

Etwas mehr als eine halbe Stunde (ohne Trocknungszeit) hat Eva-Marie für seine Verwandlung gebraucht. Lukas ist zufrieden: „Anfangs fühlte sich das ein bisschen steif im Gesicht an, aber jetzt geht es.“ Bekommt man das Ganze eigentlich auch wieder gut ab? Eva-Maries Tipp: „Duschen, Babytücher und etwas schrubben!“

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