Die Gewerbesteuereinnahmen der Kommunen haben sich in der Corona-Zeit unterschiedlich entwickelt. (Symbolbild) © picture alliance / dpa
Gewerbesteuer

Gewerbesteuer sprudelt in Schermbeck trotz Corona

Corona? War da was? Wenn man sich die Gewerbesteuerentwicklung Schermbecks anschaut, könnte man versucht sein, die Frage mit Nein zu beantworten. Das sieht in Raesfeld anders aus.

Das Statistische Landesamt Information und Technik NRW hat die Gewerbesteuereinnahmen der Kommunen für die ersten Halbjahre 2019 bis 2021 aufgelistet. Das ermöglicht einen Vergleich, wie sich die für Städte und Gemeinden wichtige Einnahmequelle in der Pandemie verändert hat.

Zufrieden ist Kämmerer Frank Hindricksen mit der Entwicklung in Schermbeck. Im ersten Halbjahr 2019 nahm Schermbeck 3,337 Millionen Euro an Gewerbesteuern ein, im ersten Halbjahr 2020 waren es 3,668 Mio. Euro, im ersten Halbjahr 2021 sogar 4,028 Mio. Euro. Ein stetiger Anstieg um rund 10 Prozent pro Jahr – und das trotz Corona.

Keine Selbstverständlichkeit, wie der Blick in den Kreis Wesel zeigt. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 haben die Kommunen im ersten Halbjahr 2021 durchschnittlich noch ein Minus von 2,6 Prozent bei der Gewerbesteuer zu verzeichnen. Im Plus liegen Xanten (49 %), Hamminkeln (33,2 %), Wesel (22,8 %), Schermbeck (20,7 %), Rheinberg (18,8) und Hünxe (16,3 %). Sieben Städte liegen in diesem Vergleich im Minus, darunter Alpen mit -42,1 Prozent. Dort brach die Gewerbesteuereinnahme von 6,687 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2019 im ersten Halbjahr 2020 auf 2,1 Mio. Euro ein.

Leichte Delle in Raesfeld

Im Vergleich der ersten Halbjahre musste Raesfeld 2020 eine leichte Delle bei der Gewerbesteuer hinnehmen. 3,276 Millionen Euro an Gewerbesteuer wurden laut IT.NRW dort im ersten Halbjahr 2019 eingenommen. Im ersten Halbjahr 2020 ging der Wert auf 2,647 Millionen Euro zurück. Mit knapp 3,321 Mio. Euro liegt Raesfeld im ersten Halbjahr 2021 wieder um 1,4 Prozent über den Einnahmen vom ersten Halbjahr 2019.

Insgesamt scheinen die Betriebe im Kreis Borken etwas besser durch die Pandemie gekommen zu sein als im Kreis Wesel. Kreisweit sind die Gewerbesteuereinnahmen in den ersten Halbjahren von 2019 zu 2021 um 2 Prozent gestiegen. Spitzenreiter ist Reken mit +256,4 Prozent, Velen steht auf der anderen Seite der Tabelle bei -36,8 Prozent.

Dorsten nahm im ersten Halbjahr 2019 noch 14,407 Millionen Euro Gewerbesteuern ein. Leicht zurück ging der Wert im ersten Halbjahr 2020 auf 14,339 Mio. Euro. Erfreulicher für den Kämmerer verlief das erste Halbjahr 2021: 16,224 Mio. Euro und damit ein Plus von 12,6 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 meldet IT.NRW.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer

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