Geplantes Gewerbegebiet: Archäologen graben in Erle

Bodendenkmal

Archäologen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe untersuchen seit letzter Woche die geplante Fläche für die zukünftige Erweiterung des Gewerbegebietes Erle-Ost.

Raesfeld

, 24.03.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Nach Bodendenkmälern wird derzeit in der Fläche für die geplante Erweiterung des Erler Gewerbegebiets gesucht.

Nach Bodendenkmälern wird derzeit in der Fläche für die geplante Erweiterung des Erler Gewerbegebiets gesucht. © Gemeinde Raesfeld

Sehen kann man die Arbeiten, wenn man auf der B 224 von Dorsten kommend nach Erle fährt. Da in der Nähe bereits Bodendenkmäler gefunden worden seien, vermuteten die Archäologen auch in der Erweiterungsfläche Bodendenkmäler, sagte Bürgermeister Andreas Grotendorst im Planungsausschuss. „Eine Firma unterstützt bei den Grabungen.“ Wenn die Archäologen fertig seien, werde die Fläche wieder „plan gezogen“, so Grotendorst.

Flächennutzungsplan wird geändert

Um das Gewerbegebiet erweitern zu können, müssen Regionalplan, Flächennutzungsplan und Bebauungsplan in dieser Reihenfolge geändert werden. Der Regionalplan ist bereits angepasst, der Ausschuss entschied sich nun für die Änderung des Flächennutzungsplans.

„Wir brauchen Grundwasser“

Dazu waren Stellungnahmen eingegangen, unter anderem von der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft (RWW). Diese sprach sich für ein Regenrückhaltebecken aus. „Eine andere Alternative wäre, dass es in die Vorflut geht“, so Grotendorst, das Unternehmen habe aber argumentiert: „Wir brauchen Grundwasser.“ Der Kreis Borken hatte allerdings den Standort des Beckens infrage gestellt. Fraglich sei, ob die Fläche dafür geeignet sei.

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