Gemeinde sichert sich Vorkaufsrecht für Landhaus Keller

Hotel/Altenheim

Einstimmig ist der Raefelder Rat dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt, für das Hotel „Landhaus Keller“ ein Vorkaufsrecht zu beschließen. Eine Reaktion auf die Insolvenz.

Raesfeld

, 07.05.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gemeinde sichert sich Vorkaufsrecht für Landhaus Keller

Ein Vorkaufsrecht bei einem eventuellen Verkauf des insolventen Hotels/Altenheims der Familie Keller hat sich die Gemeinde gesichert. © Berthold Fehmer

Die Keller Dienstleistungen und Sozialimmobilien GmbH & Co KG steckt im Insolvenzverfahren, was für die Gemeinde die Frage aufgeworfen hatte, wie es an dem exponierten Standort des Hotels/Altenheim „Landhaus Keller“, das 20 Pflegeplätze bietet, in der Nähe des Schlosses weitergehen könnte.

Eine „besondere städtebauliche Bedeutung für die Gemeinde“ habe das Areal, so der Erste Beigeordnete Martin Tesing am Montag im Rat. Angesichts von zwei zwischenzeitlich erfolgten Hotelschließungen (Epping und Niewerther Hof) sei die Verwaltung der Meinung, dass ein Vorkaufsrecht wichtig sei, um ein Mitspracherecht im weiteren Verfahren zu erhalten.

Dem stimmte Bernhard Bölker (CDU) zu: „Damit halten wir uns alle Optionen offen.“ Wolfgang Warschewski (UWG): „Das Gebäude ist für unseren Bereich ganz wichtig. Es ist sinnvoll, wenn es ein Hotel bleibt“ und nicht jemand zum Zuge komme, „der nur ein Altenheim machen will“. Klaus Rybarczyk (SPD) fragte sogar: „Wer weiß, was Keller alles in der Hinterhand hat, um sich aus dem Sumpf rauszuziehen?“

Mit der Vorkaufsrechtssatzung nach Paragraf 25 Baugesetzbuch erhält die Gemeinde die Möglichkeit, bei einem eventuellen Verkauf zu Marktpreisen Gebäude und Grundstück zu erwerben.

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