Am Montag könnten die Straßenverhältnisse wegen der vorhergesagten Eisesglätte einen Besuch des Impfzentrums deutlich erschweren. © Josef Barnekamp
Impfzentrum

Gemeinde hilft Älteren bei der Fahrt zum Impfzentrum

Über 80-Jährige sollen ab Montag im Impfzentrum gegen das Coronavirus geimpft werden. Für die „Impflinge“ gibt es nun ein Hilfsangebot für den Transfer dorthin.

Auch der Kreis Borken hat die ersten Termine für Ü-80-Jährige vergeben, worunter auch Raesfelder Senioren fallen, die sich im Impfzentrum gegen das Coronavirus impfen lassen können. Für den vollen Schutz sind zwei Impfungen und damit auch zwei Termine notwendig.

Für viele stellt sich nun die Frage, wie sie von Raesfeld aus zum Impfzentrum nach Velen gelangen sollen. Die Kommunen im Kreis Borken hatten sich am Freitag der vergangenen Woche abgesprochen, dass die Gemeinden selbst beim Transfer betagter Bürger helfen könnten.

„Der ein oder andere wird selbst mit dem eigenen Pkw dorthin fahren oder von Angehörigen bzw. Bekannten gefahren und begleitet. Personen, die diese Möglichkeit nicht haben, können mit dem ÖPNV dorthin gelangen“, so die Gemeinde in einer Mitteilung. Es wurde vor Ort eigens eine Bushaltestelle eingerichtet, die aus Richtung Borken (ab Bahnhof stündlich jeweils um halb) mit der Line T 17 angefahren wird.

Teilweise Übernahme der Kosten von Taxis

Eine weitere Möglichkeit ist die Taxi-Nutzung. Hier weist der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen darauf hin, dass in bestimmten Fällen die Übernahme der Kosten auch durch die Krankenversicherung möglich ist. Dies trifft in erster Linie auf Personen zu, die über einen Schwerbehindertenausweis mit dem Merkzeichen „aG“, „Bl“ oder „H“ verfügen oder die in einen Pflegegrad 4 oder 5 eingestuft wurden.

Ebenfalls ist dies auch möglich für Personen mit Pflegegrad 3, bei denen jedoch zusätzlich eine dauerhafte Beeinträchtigung der Mobilität vorliegen muss. Hinsichtlich einer möglichen Kostenübernahme wird daher empfohlen, dass die Versicherten sich vorab mit ihrer Krankenversicherung in Verbindung setzen.

Angebot der Bürgerstiftung

Was ist mit denen, die nicht in der Lage sind, den ÖPNV zu nutzen oder sich die Fahrt mit einem Taxi letztendlich aus finanziellen Gründen nicht leisten können? Und bei denen auch keine Übernahme von der Krankenversicherung erfolgt? All diese Personen können sich vertrauensvoll an die Gemeinde Raesfeld, speziell an Norbert Altrogge (Tel. 02865-955161), wenden.

Die Gemeinde Raesfeld hat mit Unterstützung der Bürgerstiftung Raesfeld-Erle-Homer eine Möglichkeit gefunden, auch diesen Personen aus der Gemeinde eine Fahrt zum Impfzentrum zu ermöglichen. Im Vorfeld wurden dazu Angebote von Unternehmen aus der Personenbeförderung eingeholt.

Ein Borkener Personenbeförderungs-Unternehmen wird diese Fahrten jetzt durchführen, deren Kosten zum überwiegenden Teil von der Bürgerstiftung Raesfeld-Erle-Homer übernommen werden.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer

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