Die Grundstückspreise in Raesfeld steigen, aber der Trend zum Eigenheim ist ungebrochen. © Bludau
Immobilienpreise

Für ein Baugrundstück in Raesfeld muss man tief in die Tasche greifen

Der Trend zum Eigenheim ist ungebrochen. Ebenso der Trend, dass das Bauen und Kaufen immer teurer wird. Corona hat daran nichts geändert. Das spüren auch Bauwillige in Raesfeld.

Wer im Kreis Borken ein Baugrundstück sucht, muss – statistisch betrachtet – in Heiden und Raesfeld am tiefsten in die Tasche greifen. In Raesfeld kostet ein Quadratmeter Bauland im Schnitt 216 Euro, während der Durchschnittspreis im ganzen Kreis 166 Euro beträgt.

Das teuerste Grundstück in Raesfeld hat im vorigen Jahr nach der Auswertung aller Kaufverträge durch den Gutachterausschuss 340 Euro pro Quadratmeter gekostet. Spitzenreiter im gesamten Kreis sind einzelne Grundstücke mit Quadratmeterpreisen von 565 Euro (Borken), 550 Euro (Ahaus) und 505 Euro (Gronau).

Corona-Pandemie hat den Grundstücksmarkt nicht eingeschränkt

Wie der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Kreis Borken mitteilt, hat die Corona-Pandemie den Grundstückmarkt offenbar nicht eingeschränkt: Die Zahl der vorgelegten Kaufverträge stieg um rund drei Prozent auf den Höchststand der letzten zehn Jahre von 3.504 Verträgen. Einen Spitzenwert erreichte auch der Geldumsatz mit 745 Millionen Euro. Das ist eine Steigerung zum Vorjahreszeitraum von rund 7 Prozent.

Die Zahl der verkauften Wohnbaugrundstücke lag mit rund 430 Fällen etwa 7 Prozent über Vorjahresniveau. Bei insgesamt etwa 3 Prozent weniger Fläche stieg der Geldumsatz um rund 24 Prozent. Ein Zeichen dafür, dass die Wohnbaulandflächen teurer geworden sind. Der durchschnittliche Bauplatz kostete damit statt wie bisher 158 Euro im letzten Jahr rund 166 Euro pro Quadratmeter. Das bedeutet eine durchschnittliche Preissteigerung von etwa 5 Prozent.

In Raesfeld kostet ein Grundstück im Schnitt 216 € pro Quadratmeter

In Raesfeld stieg das Bodenwertniveau um etwa 10 Euro pro Quadratmeter. Der höchste Preisanstieg wurde in Nienborg mit 21 Prozent festgestellt, gefolgt von Epe mit 13 Prozent.

Auch bei den Ein- und Zweifamilienhäusern wurden wieder steigende Preise festgestellt. Für ein 1986 erbautes Objekt mit einer Wohnfläche von 168 Quadratmetern auf 691 Quadratmetern Grund musste man in Raesfeld 393.000 Euro hinblättern: 2394 Euro pro Quadratmeter. Eine neu erbaute Doppelhaushälfte oder ein vergleichbares Reihenendhaus mit 136 Quadratmetern Wohnfläche auf 340 Quadratmetern Grundstück schlägt mit 333.000 Euro zu Buche, 3401 Euro pro Quadratmeter. Für eine rund 20 Jahre alte Eigentumswohnung variieren die Quadratmeterpreise zwischen 1500 und 2700 Euro.

Gronau erreicht historischen Höchstwert für Landwirtschaftsflächen

Teils stark betroffen von Preissteigerungen waren immer noch die landwirtschaftlich genutzten Flächen. Bei einer gleichbleibenden Anzahl von Kaufverträgen stieg der Flächenumsatz um 15 Prozent auf rund 171 Hektar. Der Geldumsatz stieg sogar um 28 Prozent auf rund 21 Millionen Euro, sodass der Durchschnittspreis für einen Quadratmeter landwirtschaftlicher Nutzfläche um 8 Prozent auf 11,28 Euro kletterte.

Der deutlichste Anstieg wurde in Gronau registriert: Hier muss der Bodenrichtwert für Ackerland von 11,50 Euro auf den wohl über die Grenzen des Kreises hinaus historischen Höchstwert von 13,50 Euro pro Quadratmeter angehoben werden. In Raesfeld pendelte sich dieser Wert bei 11 Euro ein.

Sämtliche Ergebnisse seiner Auswertungen stellt der Gutachterausschuss in Kürze in seinem Grundstücksmarktbericht für alle kostenfrei im Internet zur Verfügung. Die neuen Bodenrichtwerte können kurzfristig auf der Homepage des Gutachterausschusses (https://gutachterausschuss.kreis-borken.de/) eingesehen werden. Auch unter www.boris.nrw.de finden sich weitere Informationen. Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses ist erreichbar unter Tel. (02861) 681-6303, 681-6307, 681-6308 oder 681-6310.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Geboren und geblieben im Pott, seit 1982 in verschiedenen Redaktionen des Medienhauses Lensing tätig. Interessiert an Menschen und allem, was sie anstellen, denken und sagen.
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Petra Berkenbusch

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