Das Feuer, das im September in einer Schreinerei in Erle tobte, bedeutete für die Raesfelder Feuerwehr einen Großeinsatz. © Feuerwehr Raesfeld
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Feuerwehr fuhr 2020 deutlich mehr Einsätze

Die Zahl der Feuerwehr-Einsätze ist 2020 im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen - allerdings brannte es seltener. Drei Großeinsätze hielten die Feuerwehr besonders in Atem.

Insgesamt 151 Einsätze listet Feuerwehr-Chef André Szczesny für das Jahr 2020 auf, im Vorjahr waren es noch 123 gewesen. Bei 116 Einsätzen sollte die Feuerwehr Raesfeld mit ihren beiden Löschzügen technische Hilfeleistung geben – fast doppelt so häufig wie im Vorjahr (64).

19-mal wurde zu Brandeinsätzen alarmiert, siebenmal zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage. In sechs Fällen war überörtliche Hilfe zu leisten, „da wir in dem Grenzgebiet zu Borken im Rendezvoussystem mit der Feuerwehr Borken fahren“, so Szczesny. Zweimal unterstützten die Raesfelder den Rettungsdienst des Kreises Borken zur Tragehilfe, einmal kam es zu einer Fehlalarmierung.

3.119 Arbeitsstunden insgesamt in 2020

Insgesamt 3.119 Einsatzstunden stehen in der Bilanz der ehrenamtlichen Einsatzkräfte, etwas weniger als 2019, als 3.351 Stunden anfielen. Unter anderem Lehrgänge und Seminare auf Kreisebene schlugen in 2020 mit 454 Stunden zu Buche. Aufgrund der Corona-Pandemie seien leider einige Lehrgänge und Seminare ausgefallen, so Szczesny.

Drei Großeinsätze beschäftigten die Feuerwehr Raesfeld ganz besonders: Am 13. Juli 2020 war es ein Feldbrand, ausgelöst durch eine Erntemaschine im Ortsteil Homer. Beide Löschzüge waren mit Unterstützung der Feuerwehr Borken gut 100 Stunden lang im Einsatz. Als Problem erwies sich die Wasserversorgung im Außenbereich – eine lange Wasserleitung musste aufgebaut werden.

Der heftige Starkregen vom 13. August 2020 brachte Einsätze an 68 Stellen mit sich. „Hier unterstützten uns Einsatzkräfte der Feuerwehr Borken, der Feuerwehr Rhede und der Feuerwehr Heiden“, so Szczesny, der damals vom „Worst Case“ und einer „Materialschlacht“ sprach. Sehr viel Manpower und Geduld waren am 30. September beim Brand einer Schreinerei in Erle vonnöten. Hier kamen gut 500 Einsatzstunden zusammen.

Neues Fahrzeug für Erle im Jahr 2022

Neu- und Ersatzbeschaffungen führten 2020 dazu, dass beispielsweise jedes Löschfahrzeug jetzt eine Wärmebildkamera mit sich führt. Ein Schlauchboot sowie neue Hochwasser- und Schlammsauger für beide Löschzüge sind weitere Beispiele. Der Löschzug Erle soll ein neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug erhalten. Beauftragt wurde dies, 2022 könnte es in Erle ankommen.

„Ein turbulentes Jahr 2020 liegt hinter uns, durch die Corona-Pandemie gab es im Einsatzdienst einige Änderungen, worauf sich die Einsatzkräfte drauf einstellen mussten“, so Szczesny. So werden die Löschfahrzeuge nur noch mit sechs statt neun Feuerwehrleuten besetzt – der Rest fährt im Kombi zu Einsätzen. „Wir sind sehr froh, dass alle Einsatzkräfte immer gesund nach Hause fahren konnten.“

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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