Einbrüche in Raesfeld und Umgebung: Angeklagter schweigt überraschend weiter

dzLandgericht Bochum

Obwohl die Richter einem mutmaßlich auch in Raesfeld aktiven Serieneinbrecher eine milde Strafe signalisiert haben, blieben die Lippen des Angeklagten vorerst weiter versiegelt.

Bochum/Raesfeld

, 02.09.2019, 17:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Prozess um eine Serie von Einbrüchen in freistehende Häuser in Raesfeld und Umgebung hat der 23-jährige Angeklagte den Bochumer Richtern am Montag die kalte Schulter gezeigt.

Das Gericht hatte zuvor für den Fall eines umfassenden Geständnisses eine milde Bewährungs-Jugendhaftstrafe in Aussicht gestellt – nichtsdestotrotz wollte der Angeklagte sein Schweigen nicht brechen. „Eine Einlassung soll im Moment nicht abgegeben werden“, ließen seine zwei Verteidiger die Richter der 8. Strafkammer nach einer kurzen Beratungspause wissen.

„Scheibe regelrecht rausgekloppt“

Stattdessen sagte anschließend bereits der erste Zeuge aus. Ein 59-jähriger Schlosser erinnerte sich an die Rückkehr von einem Hunde-Spaziergang in sein Bottroper Wohnhaus so: „Ich habe sofort gesehen, dass unten an einem Fenster die ganze Scheibe regelrecht rausgekloppt war.“

Erbeutet worden waren nach Angaben des Zeugen 2000 Euro Bargeld sowie vier Mobiltelefone und ein Diamantring.

Im Prozess geht es um insgesamt elf Einbrüche zwischen dem 28. Juli und dem 28. Oktober 2015. Basislager der Einbrecherbande soll eine Wohnung in Herne gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft listet in der Anklageschrift Beutezüge in Recklinghausen, Gladbeck, Herne und Witten auf.

Auch in Raesfeld in einer Seitenstraße von der Dorstener Straße soll die Bande im Juli 2015 zugeschlagen haben. Der Prozess wird fortgesetzt.

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