„Die Höhner" gastierten gemeinsam mit der Festival Philharmonie Westfalen im Innenhof von Schloss Raesfeld: (v.l.) Jens Streifling, Freddi Lubitz, Heiko Braun, Henning Krautmacher und Edin Colic. Ganz rechts saß noch Pianist Micki Schläger. © Sabine Bornemann
Konzerte auf Schloss Raesfeld

Die Höhner können nicht nur Karnevalsmusik – Konzerte kamen bestens an

Die Höhner gastierten am Wochenende auf Schloss Raesfeld. Die Konzerte kamen bestens an, aber der Ärger einiger Besucher über die Corona-Testpflicht für alle war noch nicht verraucht.

Am Freitag und Samstag präsentierte Intendant Dirk Klapsing im Rahmen des Festivals „Musiklandschaft Westfalen“ die Kölner Band „Höhner“ in ungewöhnlicher Form: Durch die Kooperation mit der 40-köpfigen „Festival Philharmonie Westfalen“ unter Leitung von Ingo Ernst Reihl erschienen die populären Songs in neuen Klassikarrangements und der Sound wurde regelrecht potenziert.

Von den Regengüssen ließen sich die Zuhörer die Laune nicht verhageln.
Von den Regengüssen ließen sich die Zuhörer die Laune nicht verhageln. © Sabine Bornemann © Sabine Bornemann

Für das Orchester und die Gruppe gab es ein großes Bühnenzelt, aber das Publikum musste sich unter freiem Himmel mit mehreren heftigen Regenschauern arrangieren. Aber wenn man sowieso schon nass ist, dann macht der nächste Guss auch nichts mehr. Die meisten Gäste hielten stand und waren bei bester Laune. Sie versuchten sogar in einer sportlichen Einlage, mit ihren Armen gemeinschaftlich den Regen wegzuschieben, damit sich bei dem Song „Anna Havanna“ ein Karibik-Feeling einstellen konnte.

„Die Höhner“ bestehen aus Jens Streifling (Gesang, Sax, Harp, Gitarre), Freddi Lubitz (Gitarre, Gesang), Heiko Braun (Drums), Henning Krautmacher (Leadsänger, Gitarre, Moderator), Edin Colic (Gitarre) und Micki Schläger (Klavier, Gesang). Die Band präsentierte viele ihrer bekannten Hits wie „Wo mir sin is Kölle“ oder „Viva Colonia“. Die Leute sangen und klatschten begeistert mit. Aber es wurden auch Coversongs geboten.

Besondere Vorliebe für Lieder von Trude Herr

Besondere Vorliebe hat die Gruppe für die Texte von Trude Herr. Aus ihrer Feder erklangen die Lieder „Zeiger an der Uhr“ und „Die Stadt“. Einen ganz neuen Sound gab es bei dem Beatles-Song „Because“, den die Höhner fünfstimmig a cappella zur akustischen Gitarre sangen. Singen können sie nämlich alle! Ein weiteres Highlight waren die Auftritte des ungarischen Sologeigers Jozsef Lendvay, der mit dem Orchester u.a. einen virtuosen Csárdás hinlegte, der beim Publikum Begeisterungsstürme auslöste.

Das Schloss Raesfeld war wie immer eine wunderschöne Kulisse.
Das Schloss Raesfeld war wie immer eine wunderschöne Kulisse. © Sabine Bornemann © Sabine Bornemann

Nicht glücklich waren einige Besucher, die trotz Kartenkaufs nicht eingelassen wurden. Die Festivalleitung hatte nachträglich beschlossen, dass alle Gäste einen aktuellen, negativen Coronatest mitbringen mussten. Sie wurden per Mail darüber informiert.

Einige Musikfreunde waren verärgert

Die verärgerten Musikfreunde hatten diese Ansage aber nicht auf sich bezogen, denn sie waren bereits vollständig immunisiert: „Das ist doch eine Open-Air-Veranstaltung und die Zuschauerzahl ist eh schon auf die Hälfte reduziert. Ich finde das übertrieben! Man hätte auch nur Geimpfte und Genesene reinlassen können. Dann gäbe es gar kein Risiko“, schimpfte eine Frau, die nicht namentlich genannt werden möchte.

Aber die meisten Besucher nahmen den zusätzlichen Aufwand gelassen. Meine Nachbarin meinte: „Das war es mir wert. Und es gibt noch etwas zusätzliche Sicherheit.“

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