Das sind die Gewinner des Heimatpreises (mit Video)

dzHeimatpreis

Sieben Vereine haben sich für den Heimatpreis Raesfeld beworben. Wer das Rennen machte, gab Bürgermeister Andreas Grotendorst im Ratssaal bekannt.

Raesfeld

, 16.01.2020, 14:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie vielfältig Raesfelder Ehrenamtliche in ihrer Heimat tätig sind, wurde am Mittwochabend im Ratssaal deutlich. „Heimat heißt Vorbild sein“, dieses Motto erfüllten alle Teilnehmer des Wettbewerbs. „Alle Bewerbungen waren vorbildlich“, sagte Claudia Wiemer von der Verwaltung.

Der Arbeitskreis Ehrenamt, bestehend aus Ratsmitgliedern, habe sich die Entscheidung „nicht einfach gemacht“, betonte Wiemer. Dem Votum des Arbeitskreises habe sich der Rat angeschlossen.

Die Vereine und Projekte

Alle Vereine hatten am Mittwoch Vertreter zur Preisverleihung im Rathaus geschickt, die das Wirken und die Projekte vorstellten:

  • Der Adventsbasar Herzblut hat etwa in den vergangenen fünf Jahren 31.000 Euro als Unterstützung verschiedener Einrichtungen erwirtschaftet.
  • Der Heimatverein Erle schuf 2017 eine „Babywiese“, auf der Eltern und Kinder Bäume pflanzen können, und die mittlerweile ein kleiner Park ist.
  • Der Gruppenkarneval Brökerstegge ist ein Zusammenschluss der Nachbarschaft, die seit fast 70 Jahren Karneval feiert und beim Rosenmontagszug seit Beginn sehr aktiv ist.
  • Die Bürgerstiftung Raesfeld-Erle-Homer unterstützt das Zusammenleben mit Aktionen wie dem Bürgerfrühstück „Tischlein, deck dich“, Plauderbänken und vielem mehr. Derzeit versucht sie flächendeckend, Defibrillatoren in der Gemeinde unterzubringen.
  • Der Heimatverein Raesfeld bereitet die Fotosammlung des Heimatfotografen Ignaz Böckenhoff auf, der der Gemeinde etwa 60.000 bis 70.000 Bilder überlassen hat, die mehrere Jahrzehnte abdecken.
  • Der Verein Raesfelder Rosenmontagszug organisiert den Höhepunkt des Raesfelder Karnevals seit 1973. Zudem stellt der Verein das Kinderprinzenpaar, besucht Altenheime und hält den Kontakt zur Partnergemeinde Wehl.
  • Der Theaterverein Raesfeld führt jedes Jahr Plattdeutsches Theater auf und erreicht jährlich etwa 1500 Besucher.

Bürgermeister Andreas Grotendorst verkündete die Sieger. Der dritte Platz und damit 1000 Euro Preisgeld gehen an den Heimatverein Erle. Was dieser mit der Babywiese geschaffen habe, rege „zur frühkindlichen Auseinandersetzung mit der Natur an“, so Grotendorst. Heimatvereinsvorsitzender Norbert Sabellek nahm den Preis entgegen.

Der zweite Platz geht an die Bürgerstiftung Raesfeld, die 1500 Euro erhält. Damit werde gewürdigt, das die Stiftung den Dialog fördere, so Grotendorst, der den Preis an Jutta Bonhoff (Vorsitzende) übergab.

Spannnd wurde es, als Grotendorst den Sieger verkündete:

Für den Heimatverein Raesfeld nahm Vorsitzender Hans Brune den Preis entgegen, der mit 2500 Euro dotiert ist. Ihm schwebt vor, ein virtuelles Museum zu schaffen. „3000 bis 4000 Fotos haben wir im letzten Jahr digitalisiert.“ Informationen zu den Fotos zu bekommen, werde angesichts des Alters der Zeitzeugen immer schwieriger. Brune: „Es wäre zu schade, der Nachwelt diese Sammlung nicht zu vermitteln.“

Trostpreise und Weiterleitung

Die Vertreter der anderen Vereine gingen nicht leer aus. Als Anerkennung für ihren Einsatz erhielten die Vereine je 100 Euro für ihr Engagement. Claudia Wiemer: „Tatsächlich hätten alle einen Preis verdient.“ Für die drei Erstplatzierten ist das Thema Heimatpreis noch nicht abgeschlossen: Ihre Bewerbung wird auch auf Landesebene daraufhin geprüft, ob eine weitere Auszeichnung infrage kommt.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt