Das plant Manuela Radüchel in der ehemaligen Landbäckerei in Erle

dzGastronomie

Eine „Herzensangelegenheit“ nennt Manuela Radüchel das, was sie in der seit vier Jahren leerstehenden Landbäckerei am Höltingswall vorhat. Etwas, das vielen Erlern im Ort bisher fehlte.

Raesfeld, Erle

, 10.05.2019, 11:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Familienbetrieb Mara GmbH war Manuela bislang Kaufmännische Geschäftsführerin. Der Betrieb, der Förderanlagen unter anderem für die Automobil- oder Aluminiumindustrie fertigt, feiert in diesem Jahr 25-jähriges Bestehen. Die Anlagen, die in Erle gebaut werden, finden sich mittlerweile sogar in chinesischen Werken wieder.

Das plant Manuela Radüchel in der ehemaligen Landbäckerei in Erle

Manuela Radüchel (2.v.r.) will sich mit ihrem Dorfcafé einen Traum erfüllen. Dafür gibt sie ihren Posten als Kaufmännische Geschäftsführerin in der Mara GmbH auf, die im Juni 25-jähriges Bestehen feiert. Den Familienbetrieb weiß Radüchel aber in den guten Händen ihres Mannes Jörg Radüchel (r.) und ihrer beiden Kinder Marvin und Annika Radüchel. © Berthold Fehmer

Vor fünf beziehungsweise vier Jahren sind die Kinder von Jörg und Manuela Radüchel, Marvin (28) und Annika (24), in den Betrieb eingestiegen. „Das neue Dreigestirn“ nennt Jörg Radüchel (54) sich und seine beiden Kinder, die die 17-köpfige Firma nun ohne Manuela Radüchel weiterführen. „Das Firmenjubiläum ist ein guter Abschluss für mich“, sagt sie. „Dass das mit dem Übergang so gut klappt, ist toll.

Mit 50 Jahren will Manuela Radüchel nun den Neuanfang wagen und ihr Hobby zum Beruf machen. In „Manu´s Dorfcafé“. „Ich habe schon immer gerne für Familie und Freunde gekocht und gebacken“, sagt die Erler Schützenkönigin von 2017/18. Und: „Es war mir immer ein Herzensanliegen, in Erle etwas zu machen.“

Lokale Firmen bauen Bäckerei zum Café um

In der ehemaligen Landbäckerei Edeler, im Schatten der Silvesterkirche und in der Nähe der Femeiche, will sie ihren Traum vom eigenen Dorfcafé verwirklichen. Alle Genehmigungen dafür hat sie mittlerweile zusammen, nun soll der Umbau mit Hilfe lokaler Firmen erfolgen. „Das sind unsere Leute hier, mit denen wollen wir arbeiten“, sagt Jörg Radüchel, der seine Frau unterstützt. Wahrscheinlich Anfang August will sie eröffnen.

26 Sitzplätze wird es im neuen Dorfcafé geben, 32 Plätze auf der kleinen Terrasse. Von 8.30 bis 18.30 Uhr will Manuela Radüchel bei einem freien Tag in der Woche täglich öffnen. Morgens Frühstück, mittags ein kleiner Snack, Panini und Tagessuppe, nachmittags Kaffee und Kuchen. Letzteren will Radüchel „teils selber backen, manches lasse ich backen. Aber es wird immer frisch gebackener Kuchen sein.“

Das plant Manuela Radüchel in der ehemaligen Landbäckerei in Erle

Die Terrasse soll in der schönen Jahreszeit ebenfalls für das Dorfcafé genutzt werden. © Berthold Fehmer

Natürlich gibt es auch Kaffee und die üblichen Getränke. Von einem Winzer aus dem Schwarzwald wird der Wein kommen und auch Modegetränke für junge Leute sollen ausgeschenkt werden. Zudem sollen die Jahreszeiten mit Aktionen wie etwa einem Altweiberfrühstück zu Karneval oder Spezialitäten zum Oktoberfest begleitet werden.

Hilfe bekommt sie dafür von der Familie, unter anderem der jüngsten Tochter Jennifer. Ende des Jahres will Manuela Radüchel dann entscheiden, ob sogar Personal eingestellt werden kann. Dass die Nachfrage im Ort groß ist, weiß sie: „Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht darauf angesprochen werde.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt