Coronavirus: Welche Geschäfte und Betriebe jetzt in Raesfeld schließen müssen

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Auch in Raesfeld müssen Geschäfte wegen des Coronavirus‘ schließen. Welche Betriebe jetzt geschlossen werden, geöffnet bleiben oder nur noch unter Auflagen weiter arbeiten dürfen.

Raesfeld

, 20.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Friseur-Innung hat im Kreis Borken darum gebeten, auf die Liste der Betriebe zu kommen, die geschlossen werden müssen.

Die Friseur-Innung hat im Kreis Borken darum gebeten, auf die Liste der Betriebe zu kommen, die geschlossen werden müssen. © picture alliance/dpa

Per Allgemeinverfügungen schränken die Kommunen derzeit das öffentlich Leben ein, um eine Weiterverbreitung des Virus‘ zu verlangsamen. Vermehrt gebe es Anfragen besorgter Bürger, sagt Bürgermeister Andreas Grotendorst, die Abweichungen zwischen Raesfelder Allgemeinverfügungen und den Leitlinien von Bund und Land bemerken, etwa bei Spielplätzen oder Restaurants.

„Die Allgemeinverfügung der Gemeinde Raesfeld ist oft noch nicht so weitreichend wie die über die Presse angekündigten Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung“, erklärt Grotendorst. Das liege daran, dass die örtliche Situation oft Sonder- oder Einzelfälle habe, „die bedacht werden müssen“. Man stimme sich dabei mit den Bürgermeistern des Kreises und dem Landrat ab.

Diese Betriebe müssen schließen

Geschlossen werden Kneipen, Cafés, Fitness-Studios, Spielplätze, Bolzplätze, Skateranlagen, Sportplätze, Musikschule, Bildungswerk, Spielhallen, Fahrschulen, Blumenläden, Bekleidungsgeschäfte, Haushaltswarengeschäfte, Möbelhäuser, Elektrogeschäfte, Spielwaren- und Uhrengeschäfte. Auch Frisör-Betriebe sind geschlossen - im Gegensatz zu anderen Kreisen. Ordnungsamtsleiter Markus Büsken: „Die Innung hatte selbst darum gebeten, dass sie auf die Liste kommen.“

Offen bleiben dürfen Getränkemärkte, Sanitätshäuser, Tankstellen, Banken, Post, Zeitungsverkauf, Reinigungen, Garten- und Baumärkte, Landhandel und Tierfutter, Optiker, Hörgeräte-Läden, Bäckereien (nur ohne Café), Metzgereien, Fahrradwerkstätten, Autohäuser, Handwerksbetriebe, Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten und Versicherungen. Sogar sonntags von 13 bis 18 Uhr öffnen dürfen ab jetzt Discounter, Monatsmärkte und Apotheken.

Einschränkungen für Restaurants und Eisdielen

Geöffnet mit Einschränkungen bleiben Restaurants, Imbissbetriebe und Eisdielen. Allerdings darf das Essen und Eis nur noch abgeholt oder ausgeliefert werden. „Aus dem Fenster heraus verkaufen geht noch“, so Büsken. Er könnte sich vorstellen, dass einige Betriebe „sich noch einen zweiten Taxifahrer dazu holen“, denn Lieferdienste würden jetzt sicherlich nachgefragt. Hotels dürfen nur noch Gäste versorgen und keine Touristen mehr aufnehmen.

Massage und Fußpflege sollen nur noch möglich sein, wenn es zwingend ärztlich notwendig sei. Wer gerade operiert sei und Reha benötige, solle diese erhalten, so Grotendorst. „Wir setzen da auf den gesunden Menschenverstand.“

Dass die Allgemeinverfügungen derzeit manche „Betroffene total verunsichern“, ist Grotendorst bewusst. „In normalen Zeiten würden wir jeden einzelnen anschreiben. Aber wir haben keine normalen Zeiten.“

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