Coronavirus: Plattdeutsche Geschichten sollen Ablenkung schaffen

Coronavirus

Ältere Menschen sind durch das Coronavirus besonders gefährdet. In Altenheimen erhalten sie keinen Besuch mehr. Ein Heimatverein will mit plattdeutschen Geschichten für Abwechslung sorgen.

Raesfeld

, 08.04.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hedwig Rentmeisters (l.) liest im Video das Gästebittergedicht im historischen Hochzeitskleid. Doris Grunewald erklärt „Dat Poschläinsydrom“.

Hedwig Rentmeisters (l.) liest im Video das Gästebittergedicht im historischen Hochzeitskleid. Doris Grunewald erklärt „Dat Poschläinsydrom“. © Heimatverein Erle

Über die Homepage des Heimatvereins Erle (wp.heimatverein-erle.de) sind die Geschichten zu hören. „Wi äs Menschen dröff den Humor un dat Lachen nich vergäten. Dat bruk den Mensch“, bemerkt Ingrid Horstmann in ihrer Einführung in die Reihe vergnüglicher Geschichten auf der Homepage.

Der Verein will „de Menschen en bettken to’t Lachen bringen“ während der Corona-Krise. Seit langem schon lesen Mitglieder des Vereins in Seniorenrunden plattdeutsche Geschichten vor und die Brejpottspöllers, die Kinder der Plattdeutsch-AG, spielen lustige Sketche.

Jüngere sollen Älteren helfen

Da das zurzeit nicht möglich ist, möchte der Verein digitale Medien nutzen. Auch unter facebook.com/Heimatverein.erle sind die Geschichten zu sehen und zu hören. Der Heimatverein hofft, dass jüngere Angehörige Älteren, die mit den modernen Medien nicht so vertraut sind, dabei helfen. „Dasselbe gilt auch für die Bewohnerinnen und Bewohner von Altenheimen, die keinen Besuch empfangen können und dankbar für jede Ablenkung von dem zurzeit schwierigen Alltag wären.“

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Ingrid Horstmann, Doris Grunewald, Hedwig Rentmeister, Mia Pass, Carlo Behler, Hannes Kempken und Hermann Jünck vom Heimatverein präsentieren die Geschichten in kleinen Videos. „Unter Corona-Bedingungen aufgenommen“ werden diese von Webmaster Wenzel Schierenberg veröffentlicht.

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