Coronavirus: Krise macht sich bei der Arbeitslosenquote bemerkbar

Coronavirus

Um seine niedrige Arbeitslosenquote wird der Kreis Borken beneidet. Doch die Coronakrise ist auch dort angekommen - und auch in Raesfeld.

Raesfeld

, 04.05.2020, 12:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sogar im äußerst robusten Arbeitsmarkt des Kreises Borken sind die ersten Auswirkungen der Coronakrise in den Zahlen für April ablesbar.

Sogar im äußerst robusten Arbeitsmarkt des Kreises Borken sind die ersten Auswirkungen der Coronakrise in den Zahlen für April ablesbar. © picture alliance/dpa

Landrat Kai Zwicker sieht „erste Auswirkungen der Coronakrise auf den heimischen Arbeitsmarkt“. Die Zahl der SGB II-Arbeitslosen ist im Kreis Borken im Monat April deutlich gestiegen. Das Jobcenter weist für April 4585 erwerbsfähige Leistungsberechtigte aus, die als arbeitslos registriert sind. Die Zahl stieg im Vergleich zum Vormonat um 315 Personen an.

Auch die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger ist von 2,0 (März) auf 2,1 Prozent gestiegen. Die Gesamtzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten stieg im April 2020 an auf 9930 Personen (+103).

Robuster Arbeitsmarkt wird anfälliger

Über solche Arbeitslosenzahlen mag man in anderen Kreise, die wirtschaftlich auf schwächeren Füßen stehen, lächeln - doch sie zeigen, dass trotz Kurzarbeit auch im äußerst robusten Arbeitsmarkt des Kreises Borken erste Probleme sichtbar werden.

Auch in Raesfeld kann man die Auswirkungen der Krise im kleinen Maßstab verfolgen: So liegt die Zahl der Arbeitslosen (nur SGB II) im April bei 56 Personen - im April 2019 waren es nur 38 gewesen. Die Arbeitslosenquote im Vergleich zur Bevölkerung von 15 bis 65 Jahren lag damit im April 2020 mit 0,7 Prozent um 0,2 Prozentpunkte höher als im April 2019.

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