Angesichts der wieder steigenden Inzidenz in den Kreisen Wesel und Borken sind weitere mögliche Lockerungen wieder unsicherer geworden. Und sie hängen, wie bei der Gastronomie, zum Teil auch vom Inzidenzwert des Landes NRW ab. (Symbolbild) © dpa
Coronavirus

Corona: Wocheninzidenz steigt in den Kreisen Wesel und Borken

Der Trend der sinkenden Wocheninzidenz in den Kreisen Wesel und Borken ist gestoppt. Zu Freitag stieg der Wert in beiden Kreisen. Das sind die möglichen Szenarien für Schermbeck und Raesfeld

Ganz unerwartet kam der Anstieg am Freitag nicht. Durch das Pfingstwochenende und vor allem den Pfingstmontag musste man davon ausgehen, dass weniger Menschen sich testen lassen würden und dadurch die Werte für die Wocheninzidenz möglicherweise niedriger ausfallen könnten.

Für den Kreis Wesel meldete das Landeszentrum Gesundheit am Freitag eine Wocheninzidenz von 29,6 und damit einen Anstieg um 1,3. Für den Kreis Borken eine Wocheninzidenz von 32,3 und damit einen Anstieg von 3,2.

Relevant wird dieser Wert, der deutlich unter der 50 bleibt, der für die ab Freitag (28.5.) ermöglichten Lockerung unterschritten werden musste, durch die neue Coronaschutzverordnung des Landes NRW, die nun wieder den Wert von 35 als Zielwert für weitere Lockerungen einführte.

Fünf Werktage

Seit Mittwoch wird die 35 in beiden Kreisen unterschritten, sodass die bekannte Zählweise einsetzt, dass erst fünf Werktage in Folge die 35 unterschritten sein muss, bis eine „stabile“ Lage herrscht. Das könnte frühestens am Montag sein, aber nur, wenn die Inzidenz am Samstag oder Montag nicht in einem oder beiden Kreisen über die 35 steigt.

Die sogenannte „Stufe 1“ der Schutzverordnung, die bei einer stabilen Lage unter 35 gelten würde, hätte ab Mittwoch (2. Juni) viele Vorteile für Schermbecker und Raesfelder. Statt drei Haushalten könnten sich im öffentlichen Raum wieder fünf Haushalte treffen, ohne weitere Personenbegrenzung oder Test. Kommt noch ein negatives Testergebnis hinzu, wären Treffen für 100 Personen aus beliebig vielen Haushalten möglich.

Veranstaltungen und Partys

Private Veranstaltungen mit bis zu 250 Gästen wären draußen ohne Test erlaubt, drinnen mit bis zu 100 Gästen mit Test. Gesondert geregelt sind Partys: Hier wären draußen bis zu 100 Gäste und draußen 50 Gäste erlaubt, jeweils mit Test und Abstand.

Kulturveranstaltungen mit bis zu 1.000 Personen mit Sitzplan und Test wären wieder möglich. Chöre oder Blasmusikkapellen könnten mit 30 beziehungsweise 50 Personen drinnen proben – mit Test.

Gastronomie-Lockerung hängt vom Landeswert ab

Für die Gastronomie könnte eine Erleichterung hinzu kommen, die allerdings von der Landesinzidenz abhängt. Wenn diese auch unter 35 liegen würde, könnte Innengastronomie ohne Test angeboten werden. Der Landeswert lag am Freitag bei 44,8 (-1,3).

Eine Perspektive gibt es für Volksfeste: Ab dem 1. September könnten bei einer Inzidenz unter 35 wieder Schützenfeste oder Stadtfeste stattfinden mit bis zu 1.000 Besuchern und genehmigtem Konzept. Bei einer gleichzeitigen Landesinzidenz unter 35 entfiele die Besucherbegrenzung.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer

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