Corona: Verständnis für Maskenpflicht - „Es ist gewöhnungsbedürftig“

dzCoronavirus

Die Maskenpflicht gegen Corona wird in Raesfeld-Erle gut angenommen. „Hervorragend“ sei es am ersten Tag gelaufen, sagt Petra Brandhorst, aber auch, dass Situation gewöhnungsbedürftig sei.

Raesfeld

, 27.04.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In ihrem Lotto- und Schreibwarengeschäft Brandhorst traf die Inhaberin am Montag auf verständnisvolle Kunden, die allesamt eine Maske trugen. „Wer keine hat, kann hier eine kaufen“, sagt Petra Brandhorst, die Modelle für 6 Euro anbietet. Dass die Umsetzung der neuen Maskenpflicht in Geschäften gegen die Ausbreitung des Coronavirus‘ direkt am ersten Tag so gut klappt, begründet Brandhorst augenzwinkernd mit: „Die Erler sind toll.“

Den ganzen Tag eine Maske zu tragen, bezeichnet Brandhorst als „gewöhnungsbedürftig“. „Man kann sich aber dran gewöhnen.“ Zum Telefonieren müsse sie allerdings die Maske absetzen, „sonst wird man nicht verstanden“. Besser geschützt in ihrem Geschäft fühle sie sich in ihrem Geschäft durch die Maskenpflicht nicht, da sie zusätzlich auch die Glasscheiben habe. Trotzdem trage sie die Maske durchgängig: „Wenn ich die Dinger verkaufen will, muss ich sie auch tragen.“

„Das hätte schon viel eher kommen können“

„Sehr gut“ findet die Maskenpflicht Kunde Erich Ebbert. „Das hätte schon viel eher kommen können“, sagt er. „Ich hätte das, bevor die Kontaktsperre kam, gemacht.“ Obwohl er die Maske an diesem Tag zum ersten Mal trage, habe er kein Problem damit. Kundin Silke Hörning ist solche Masken hingegen seit Jahren gewöhnt, da sie bei einem Zahnarzt arbeitet. Dort würden die Kunden mittlerweile auch mit Maske erscheinen. „Bei der Behandlung müssen sie sie natürlich abnehmen“, sagt Hörning, „wir tragen dann FFP2-Masken“.

Alternative für die Arbeit am Backofen

Im Edeka-Markt Beyer wurde die Maskenpflicht ebenfalls entspannt angenommen. Ein Kunde habe erst eine Maske kaufen müssen, berichtet Andrea Turnau von der im Eingang vorlagerten Bäckerei Imping - ansonsten hätten sich die allermeisten Kunden bereits gut auf die Maskenpflicht eingerichtet. Turnau trug hinter der Plexiglas-Scheibe selbst keine Maske, sondern ein Visier aus durchsichtigem Plastik, das das gesamte Gesicht bedeckte. „Man schwitzt ja“, sagt sie - am Backofen sei es dann angenehmer.

In der Femeichen-Apotheke direkt nebenan habe es auch nur „ein paar Ausreißer“ gegeben, so eine Mitarbeiterin. „Einer wollte diskutieren.“ Doch alles in allem hätten sich die Erler gut an die Maskenpflicht gehalten. Das durchgängige Tragen der Maske sei schon unangenehm. Auch weil man die Kunden nicht mehr so sehe wie sonst. „Die Mimik fehlt.“ In der Apotheke gibt es auch Masken zu kaufen - die günstigsten Modelle starten bei 1,80 Euro.

Lesen Sie jetzt