André Wachtmeister (l.) wird der Betreiber des neuen Hotel- und Restaurantbetriebs „Lieb & Wert" im ehemaligen Landhaus Keller. Investor Tobias Brun plant mit einer Bauzeit von 12 Monaten. © Berthold Fehmer
Landhaus Keller

André Wachtmeister macht aus Landhaus Keller „Lieb & Wert“

Das ehemalige Landhaus Keller wird zu „Lieb & Wert“. Der neue Betreiber André Wachtmeister sagt, was er im neuen Hotel- und Restaurantbetrieb in Raesfeld vor hat.

Tobias Brun aus Marbeck hatte der Gemeinde Raesfeld das von ihr ersteigerte Landhaus Keller zum Jahreswechsel abgekauft. Einen Betreiber konnte der Investor damals noch nicht präsentieren, doch das hat sich nun geändert: André Wachtmeister, den Raesfeldern als Caterer bekannt, wird das Hotel und Restaurant übernehmen, das zunächst noch kräftig renoviert werden muss.

Möglichst nur lokale Firmen sollen eingesetzt werden, um das ehemalige Hotel und Altenheim auf einen neuen Stand zu bringen. „Wir sind im Moment mit der Ist-Aufnahme und Planung sowie mit der Abstimmung mit dem Kreis beschäftigt“, sagte Brun am Mittwoch. Elektrik, Sanitärbereiche, Brandschutz und viele weitere Punkte müssen dabei abgearbeitet werden. Die Überreste einer alten Hofstelle sind auf dem Grundstück bereits abgerissen worden.

„Winterquartier“ im Frühling

Caterer André Wachtmeister hatte auf das Landhaus Keller schon früher ein Auge geworfen: Im November wollte er eigentlich schon eine Pop-up-Gastronomie im Gebäude aufbauen. Durch Corona und den Inhaberwechsel konnte er damit erst am 9. Januar starten. Als „Winterquartier“ sei dies geplant gewesen, sagt Wachtmeister, aber vermutlich werde dies noch etwa einen Monat weitergehen. Nur Abholung von bestellten Speisen ist dort derzeit erlaubt.

Wachtmeister wird auch der Betreiber im Erler Dorfgemeinschaftshaus sein, das noch gebaut werden muss. „Das sind zwei unabhängige Projekte“, betont er. Und auch die Teams dahinter seien unterschiedlich. „Wir sind ein relativ großer Stamm von Leuten“, sagt Wachtmeister, der auch mit vielen Raesfeldern, die außerhalb des Ortes in der Gastronomie tätig sind, gesprochen hat und eine große Resonanz erhielt. „Die wollen in Raesfeld arbeiten und ein Teil des Neuen sein.“

Der Catering-Bereich soll indes weiterlaufen, verspricht Wachtmeister. Am Ende sollen drei komplett unabhängige Betriebe stehen. Im Erler Dorfgemeinschaftshaus und im „Lieb & Wert“ soll auch ausgebildet werden.

„Das Hotel ist ein neues Feld“

Dass Wachtmeister Gastronomie-Erfahrung hat, wissen die Raesfelder. Aber wie steht es mit Hotel-Kenntnissen? „Das Hotel ist ein neues Feld. Da haben wir noch Entwicklungsbedarf“, gibt Wachtmeister zu, der aber „nicht blauäugig“ an die Sache herangehen will. Man habe dafür bereits Fachleute gewinnen können, teilweise würden Mitarbeiter derzeit auch in diesem Bereich ausgebildet. „Es können sich aber noch Leute melden.“

Tobias Brun freut sich, dass Wachtmeister und sein Team jetzt bereits während der Modernisierungsmaßnahmen an Bord sind. Als „hochmotiviert“ habe er diese bereits kennengelernt. Er und Wachtmeister hoffen, dass der Restaurantbetrieb vielleicht schon Ende des Jahres starten kann, der Hotelbetrieb mit rund 30 Zimmern könnte dann 2022 folgen.

Hohe Nachfrage

Aus dem Landhaus Keller wird „Lieb & Wert – Natur.Park.Hotel“ – der Name solle auch symbolisieren, dass hier etwas Neues entsteht, so Wachtmeister. Die Nachfrage nach Räumen für Hochzeiten, Geburtstage und andere Events sei in den vergangenen Jahren ständig gestiegen, sagt Wachtmeister, der aber auch die zwei Kegelbahnen im ehemaligen Landhaus so schnell wie möglich wieder in Betrieb nehmen will. Die seien jetzt schon fast ausgebucht.

Wachtmeister will auch weiter seine Kunden überraschen. In Corona-Lockdowns fuhr er mit der Gulasch-Kanone durch den Ort. Zum ersten Mai plant er „Raesfelds größten Erdbeerkuchen – einmal durch den ganzen Saal“. Und am Freitag bekommen Kunden ab einem bestimmten Bestellwert ein Gesellschaftsspiel dazu.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Berthold Fehmer (Jahrgang 1974) stammt aus Kirchhellen (damals noch ohne Bottrop) und wohnt in Dorsten. Seit 2009 ist der dreifache Familienvater Redakteur in der Lokalredaktion Dorsten und dort vor allem mit Themen beschäftigt, die Schermbeck, Raesfeld und Erle bewegen.
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Berthold Fehmer

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