Neues Konzept für Wieschhofschule: Nach Umbau bekommt die Schule mehr Nutzungsmöglichkeiten

dzUmgebaute Wieschhof-Grundschule

Mit viel Geld ist die Wieschhofschule umgebaut und modernisiert worden. Um die Finanzierung nicht zu gefährden, war allerdings eine neue Planung nötig. So sieht das Konzept aktuell aus.

Olfen

, 27.09.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rund 6,5 Millionen Euro hat die Stadt Olfen in den An- und Umbau der Grundschule investiert. Damit ist das die größte Investition nach dem Bau der Gesamtschule.

Die Umbauarbeiten haben gut zwei Jahre gedauert. An die Förderung habe das Land aber eine Bedingung geknüpft, erklärt Fachbereichsleiterin Daniela Damm. „Schule soll sich öffnen“, so laute der Kern der Fördermaßnahme.

Quartier hinter der Schule

Allein schon baulich ist die Wieschhofschule zu ihrer Umgebung geöffnet. Wer zum Beispiel von der Kirchstraße aus auf den Schulhof schaut, erlebt dank des Durchbruchs und des gläsernen Übergangs den Blick auf das betreute Wohnen hinter der Schule.

Dass sich die Schule dem Quartier öffnet, bedeutet aber vor allem, dass auch außerschulische Nutzungen ermöglicht werden. Dazu hat die Stadt Olfen eine neue Raumplanung aufgelegt. Neu deshalb, weil ja auch schon im Schulgebäude vor dem Umbau die Schulräume für nicht-schulische Zwecke genutzt wurden. Nun sind zusätzliche Angebote möglich.

Keine Konkurrenz zu Begegnungsstätten

„Wichtig ist, dass das alles unter Berücksichtigung der vorhandenen Begegnungsstätten geschieht“, sagte Daniela Damm während der Sitzung des Ausschusses für Schule und Kindergärten am Donnerstag, 26. September. Sprich: Dass außerschulische Nutzungen zusätzlich ermöglicht werden, dürfe nicht zu Lasten zum Beispiel des Leohauses gehen.

Also haben sich die Verantwortlichen mit Schulleiterin Petra Deuker zusammengesetzt. Denn auch die schulischen Belange dürfen nicht negativ berührt werden.

Musikschule, Volkshochschule, SuS Olfen: Einrichtungen und Vereine haben Bedarf angemeldet, berichtet Daniela Damm. Auch das St.-Vitus-Stift würde gern Platz für Treffen größerer Gruppen, etwa für Kaffeetrinken, haben.

Gesamtschule wird räumlich entlastet

Mit dem neuen Raumprogramm werden laut Fachbereichsleiterin Damm nicht nur die gewünschten Nutzungen in der Wieschhofschule ermöglicht. Die Wolfhelm-Gesamtschule werde um Nutzungen wie VHS und Musikschule entlastet. „Diese Angebote haben wir in die Wieschhofschule verlagert.“

Beispiele für das neue Belegungskonzept: Waren Bastelkurse der VHS bisher in der Wolfhelm-Gesamtschule angesiedelt, finden sie jetzt im Kunst- und Werkraum der Wieschhofschule statt. Sehr rege belegt ist auch nach dem neuen Belegungsplan die Turnhalle, vor allem durch den SuS Olfen. In der neuen Küche sei denkbar, dass sie auch vom St.-Vitus-Stift genutzt werden könne, berichtet Daniela Damm.

Aus Sicht von Daniela Damm schlägt die Stadt Olfen mit dem neuen Raumbelegungsplan zwei Fliegen mit einer Klappe: „Zum einen erfüllen wir den Förderzweck; das ist der formale Aspekt. Zum anderen schaffen wir viele gute Möglichkeiten, die parallel von den Schülern und von den Kunden der Musikschule, der VHS und von den Olfener Bürgern genutzt werden können.“

Konzept ist eine Momentaufnahme

Aus dem Ausschuss gab es eine Wortmeldung dazu: Christoph Kötter (CDU) bezeichnete das Konzept als Weg in die richtige Richtung. Nämlich, die Schule zu öffnen. Insbesondere lobte er, dass es keine Konkurrenz zu bestehenden Einrichtungen wie dem Leohaus ist.

„Ich setze darauf, dass sich die Wieschhofschule noch weiter füllt“, sagte Bürgermeister Wilhelm Sendermann. Insofern bezeichnete er das Raumkonzept als Momentaufnahme. „Wir haben auf jeden Fall das Raumpotenzial, um das Leben in Olfen zu bereichern.“

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