Wasserschaden zwingt Altenheim-Bewohner zum Umzug: Sanierung zieht sich hin

dzSt. Vitus-Stift

Das St.-Vitus-Stift in Olfen kann seit mehreren Wochen drei dringend benötigte Bewohner-Zimmer nach einem Wasserschaden nicht mehr nutzen. Der Fall ist ausgesprochen schwierig.

Olfen

, 12.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Schon eine Weile“ sei es her, dass in einem Zimmer Schimmel entdeckt worden sei, sagt Stift-Geschäftsführer Günter Klaes. Ein konkretes Datum hat er nicht, wohl aber die Versicherung, dass das Stift direkt reagiert hat. „Eine weitere Belegung war nicht zu verantworten“, sagt Klaes. Ärgerlich und schwierig wurde es, als in zwei weiteren Zimmern Wasserschäden entdeckt wurden.

Betroffener Gebäudeteil wurde erst vor wenigen Jahren errichtet

Alle betroffenen Zimmer befinden sich im Erdgeschoss (zur Alten Fahrt hin), ein Eindringen von Regenwasser war in dem mehrgeschossigen Gebäude damit eher auszuschließen. Und was noch erstaunlicher ist. Die drei Räume sind im jüngsten Gebäudeteil, der erst im Jahr 2013 errichtet wurde. Ein derartiges Problem bei einem so jungen Gebäude ist in der Tat sehr ungewöhnlich. Nach Aussage von Günter Klaes sei es „schwer zu ermitteln“, wie es dazu kommen konnte. Bis heute sei die Ursache für den Schaden nicht restlos geklärt.“ Mann könne nicht in die Bauteile hineinschauen. Und Wasser bahne sich seinen Weg.

Sanierungsarbeiten sollen in Kürze beginnen

Gleichwohl ist nach Einschätzung der Geschäftsleitung „nicht zu erwarten“, dass weitere Zimmer von dem Schaden betroffen sein könnten. „Wir hoffen, das Thema im Griff zu haben.“ Günter Klaes machte diese Aussage, nachdem die Geschäftsleitung „unterschiedliche Stellen“ eingeschaltet hat. Öffentlich mag sich Klaes aus verständlichen Gründen nicht über die Ursache für den Wasserschaden äußern.

Wasserschaden zwingt Altenheim-Bewohner zum Umzug: Sanierung zieht sich hin

Stefanie Benting und Günter Klaes bilden die Geschäftsführung des St. Vitus-Stiftes - eine 100prozentige Tochter der Stadt Olfen. © Thomas Aschwer

Doch er betont ausdrücklich, dass die Gesundheit der Bewohner stets an erster Stelle steht. „Offensiv“ sei man zu jeder Zeit mit dem Thema intern umgegangen. „Wir wollten natürlich zu keiner Zeit die Gesundheit einer Bewohnerin oder eines Bewohners riskieren.“ Gleichzeitig räumt Günter Klaes ein, dass sich die Sanierung „ein bisschen hingezogen hat“. Der Geschäftsführer ist optimistisch, dass „in Kürze die Sanierungsarbeiten beginnen“ und danach die Zimmer wieder belegt werden können.

Geschäftsführung beschäftigt sich mit einem Ausbau

Auch wenn sich das St. Vitus-Stift als Angebot für Olfener Bürger und nicht für Auswärtige versteht, ist die Nachfrage nach Plätzen im Seniorenheim groß. Deshalb gibt es auch Überlegungen, Teile des alten Krankenhauses abzureißen und den anderen Bereich zu einem Seniorenheim umzubauen. Damit könnte die Zahl der Plätze von aktuell 79 in der stationären Pflege und 44 im betreuten Wohnen erhöht werden. Mit einem Ausbau würde die Einrichtung auch auf den demografischen Wandel und die damit weiter steigende Nachfrage nach Pflegeangeboten reagieren.

Das Haus in unmittelbarer Nähe zur Alten Fahrt ist auch wegen seiner bevorzugten Lage besonders gefragt. Dabei genießen viele Senioren ganz besonders die Dachterrasse, die eine herrliche Aussicht auf die Spazierwege der Alten Fahrt bietet. Derzeit wären jedoch alle besonders froh, wenn die Schäden behoben wären und alle Zimmer wieder genutzt werden können.

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