Volkstrauertag in Olfen: „Fragen nach Krieg und Gewalt bleiben unbeantwortet“

Gedenkveranstaltung

Vereine, Verbände und Vertreter der Stadtverwaltung haben am Sonntag in Olfen der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. Die Teilnehmer machten deutlich, wie präsent das Thema nach wie vor ist.

Olfen

, 17.11.2019, 14:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Volkstrauertag in Olfen: „Fragen nach Krieg und Gewalt bleiben unbeantwortet“

Zum Volkstrauertag in Olfen wurden am Ehrenmal Kränze niedergelegt. © Antje Pflips

Zum Volkstrauertag versammelten sich Vertreter der Stadtverwaltung, der Vereine und Verbände am Ehrenmal im Olfener Stadtpark. Christoph Kötter, stellvertretender Bürgermeister, und Pater Rajakumar Mathias von der katholischen Kirchengemeinde St. Vitus sprachen zu den Anwesenden.

Am Volkstrauertag blieben Fragen nach Krieg und Gewalt unbeantwortet. Und wenn nicht, dann seien die Antworten eher unbeholfen. Auch in der Gegenwart gebe es genügend Beispiele, die nach dem „Warum“ fragen. Das sei nicht nur die Gewalt auf dem Kriegsfeld, sondern ganz nah im eigenen Land, in der eigenen Stadt, im eigenen Umfeld.

„Darf ich mich wehren, wenn mir jemand Gewalt antut?“

Kötter: „Ermöglicht uns der Volkstrauertag Fragen zu stellen, über die wir im Alltag nachdenken? Und, wenn wir Glück haben, vielleicht im Alltag sogar Antworten finden können?“ Es ginge um die Frage, warum Menschen sich gegenseitig das Leben auslöschen. „Darf ich mich wehren, wenn mir jemand Gewalt antut? Oder muss ich es sogar? Muss ich mich nicht schützend vor jemanden stellen?“

Sicher schien Kötter eins: „Die Antworten auf diese Fragen werden keine einfachen Antworten sein. Die Antworten auf diese Fragen werden für uns alle existenzielle Antworten sein“.

Die Gedenkfeier wurde musikalisch begleitet vom Spielmannszug, dem Musikcorps, dem Männerchor Harmonia und dem Jagdhornbläsercorps des Hegerings.

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