Unterschriften gegen Skatepark Olfen noch möglich

Bis 23. Oktober

Die Initiative ProFriedhofsruhe hat noch bis zum 23. Oktober Zeit. Solange kann sie im Rahmen des Bürgerbegehrens Unterschriften gegen den Skatepark-Standort zwischen Friedhof und Steveraue sammeln. Wir beantworten alle Fragen rund um das Bürgerbegehren – auch, ob man seine Unterschrift widerrufen kann.

OLFEN

, 20.09.2017, 06:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Unterschriften gegen Skatepark Olfen noch möglich

Im Bereich hinter dem neuen Schaukelesel ist der Skatepark vorgesehen.

Die Initiative möchte erreichen, dass sich der Rat der Stadt Olfen ein weiteres Mal mit dem Thema Skatepark befasst. 969 Unterschriften müssen es sein.

Wie viele Unterschriften liegen bisher vor?

Wie Hans Oswald Mattern, einer der Initiatoren, auf Anfrage erklärte, hätten bisher weit mehr als 1000 Olfener ihre Unterschrift geleistet. Mattern: „Je mehr Unterschriften geleistet werden, umso eher werden die Parteien CDU und SPD erkennen, dass der Standort in den Steverauen am Friedhof nicht gegen den Willen vieler Bürger und zu Lasten der Gemeinschaft durchgesetzt werden darf“, so Hans Oswald Mattern in einem Gespräch mit der Redaktion. Man werde so weiterhin bis zum Schluss Unterschriften sammeln.

Gibt es schon einen Termin für die Übergabe der Listen an die Stadt?

Die Initiatoren haben für den 20. Oktober mit Bürgermeister Wilhelm Sendermann einen Termin vereinbart.

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Kann man seine geleistete Unterschrift widerrufen?

Wie Bürgermeister Wilhelem Sendermann mitteilte, habe es Anfragen gegeben, ob man seine Unterschrift zurücknehmen könne. „Wir haben uns bei der Komunalaufsicht erkundigt. Es ist möglich“, so der Bürgermeister. Der Widerruf müsse schriftlich erklärt und bei den Initiatoren abgegeben werden. Wie der Bürgermeister mitteilte, könnten Bürger den Widerruf bei Jochen Wiggen bei der Stadtverwaltung abgeben. Man werde ihn dann an die Initiative weiterreichen. Die Unterschrift müsse dann gestrichen werden.

Müssen die Unterschriften kontrolliert werden?

Ja, das ist Aufgabe der Stadtverwaltung und geschieht nach der Abgabe der Listen. Geklärt werden muss zum Beispiel, ob der Unterschreiber berechtigt war und ob Bürger mehrmals unterschrieben haben.

Wie sieht Bürgermeister Wilhelm Sendermann die jetzige Diskussion?

"Ich bemerke, dass der Skatepark heftig in Olfen diskutiert wird", so Sendermann. Wenn erzählt werde, es solle eine sechs Meter hohe Lärmschutzwand errichtet werden, sei dies aber falsch. Sendermann: „Wir müssten keinen Lärmschutz errichten, wollen aber einen drei Meter hohen Wall anlegen“. Die Verwaltung wolle durch den Wall, die Videoüberwachung und Sicherheitsdienst dafür sorgen, dass die Anlage mit allen weiteren Belangen in dem Bereich verträglich sei. Da stehe er im Wort.

Wie geht es weiter, wenn nach der Überprüfung die erforderliche Anzahl an Unterschriften erreicht ist?

Dann muss sich der Stadtrat erneut mit dem Thema befassen. Dies könnte, so der Bürgermeister, auch während einer Sondersitzung geschehen.

Dürfen sich die Initiatoren bei der Ratssitzung äußern?

Ja, ein Vertreter der Initiative kann bei der Sitzung das Anliegen erläutern.

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