Umbau zu Kita und Tourismuszentrum startet: Es tut sich viel im Olfener Westen

dzSymbolischer Spatenstich

Der Umbau geht los an der Füchtelner Mühle: Bei der Kita sind die Rohbauer angekommen, aus der Scheune wird ein Tourismuszentrum. Beim Spatenstich ging es um große Vorfreude - und viel Geld.

Olfen

, 26.08.2020, 13:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jetzt beginnt der große Umbau im Olfener Westen: Mit einem symbolischen Spatenstich haben die Verantwortlichen der Stadt Olfen, der Planungsbüros und des künftigen Trägers am Dienstag (25. August) den Start des Umbaus der ehemaligen Villa Ritter und der Scheune an der Füchtelner Mühle gefeiert. In einem Jahr sollen dort ein moderne Naturkindergarten samt Spielgruppe und ein Naturparkhaus als touristischer Anlaufpunkt für Olfen stehen.

„Die Zeit der Provisorien ist bald vorbei“, sagte Bürgermeister Wilhelm Sendermann zu den Gästen in der alten Scheune. Noch logiert der Kindergarten in Trägerschaft der Jugendhilfe Werne in Containern vor der ehemaligen Villa Ritter. Zwei Millionen Euro investiert die Stadt in einem Jahr, um die Villa umzubauen und ein neues Gebäude auf das Grundstück bauen zu lassen. „Einer der schönsten Kindergärten Olfens“ mitten in der Natur soll entstehen mit zwei Gruppen und Platz für eine Spielgruppe.

Der große Umbau beginnt an der Scheune und am Kindergarten an der Füchtelner Mühle. Über den symbolischen Spatenstich freuten sich Dagmar Grote (v.l.) vom Büro Farwick und Grote, Bürgermeister Wilhelm Sendermann, Architekt Eckhard Scholz, Dominik Bodem, Annika Wenner und Stephanie Kißmann.

Der große Umbau beginnt an der Scheune und am Kindergarten an der Füchtelner Mühle. Über den symbolischen Spatenstich freuten sich Dagmar Grote (v.l.) vom Büro Farwick und Grote, Bürgermeister Wilhelm Sendermann, Architekt Eckhard Scholz, Dominik Bodem, Annika Wenner und Stephanie Kißmann. © Jessica Hauck

Viel Geld für modernen Kindergarten in der Natur

Finanziell sei das für die Stadt Olfen gerade noch machbar, so Sendermann. Dafür bekämen die Eltern und Erzieher eine baulich neue Einrichtung, die modernen pädagogischen Anforderungen und kindlichen Spieltrieb entspreche. Eine sinnvolle Investition in Kinderbetreuung und Familienförderung sowie die Vereinbarung von Familie und Beruf und die Bindung von Fachkräften, so Sendermann.

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Im Spätsommer oder frühen Herbst 2021 soll die Villa zum Naturkindergarten umgebaut sein. Aktuell sind schon die Fundamente für ein neues Gebäude auf dem Gelände zu sehen. Durch Brandschutzvorgaben sei es nicht möglich gewesen, das Dachgeschoss der ehemaligen Villa für die Kita auszubauen.

Daher entsteht noch ein weiteres Gebäude, um Küche, Spielgruppe und Kitagruppe unterzubringen. Gestalterisch solle sich der Kindergarten an andere Gebäude im Olfener Westen anlehnen, so Architekt Eckhard Scholz. So werde man die Materialien vom Naturbad übernehmen. Viel Holz, vornehmlich Lärchenholz, das vergrauen wird, soll zum Einsatz kommen an dem neuen Gebäude.

Neue Kita für zwei Millionen Euro

Etwas später als der Kindergarten - Ende des Jahres 2021 - soll laut Dagmar Grote vom Büro Farwick und Grote die Scheune an der Füchtelner Mühle komplett umgebaut sein. Derzeit ist das langgezogene Gebäude entrümpelt. Zwei Millionen Euro später soll die Scheune ein Anlaufpunkt für Touristen und Olfener sein.

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Das Naturparkhaus soll zentraler Anlaufpunkt im Naturpark Hohe Mark sein, zu dem Olfen gehört. Aber auch die Olfener Tourismus-Information wird hier ihren neuen Standort finden, inklusive einer Ausstellung zur Stever und eines Fahrradverleihs. Bislang bestehe die Infrastruktur in der Steveraue im Westen Olfens aus Parkplätzen und einer Dixi-Toilette, so Bürgermeister Sendermann. Der Tourismus brauche aber eine bessere räumliche Versorgung. „Das Bild wird sich völlig verändern“, so Sendermann. Mit etwas Vorstellungskraft könne man sich jetzt schon vorstellen, dass es dort bald möglich sein wird, mit Blick auf die Stever zu heiraten.

Neue Brücke kommt

In Kürze beginne auch der Bau der neuen Fußgänger- und Radfahrbrücke über die Steverumflut, so Sendermann. So sei die Steveraue besser erreichbar. „Viele neue Chancen“ werden sich bis zum nächsten Jahr in Olfens Westen ergeben, sagte der Bürgermeister vor den Gästen. Der Spatenstich sei nur der Auftakt für den großen Umbau im Westen.

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