„Der Heuler aus dem Keller“: Torsten Schulz ist Geräuschemacher beim Theater pur

dzLaientheater

Torsten Schulz hat beim Olfener Laientheater Theater pur eine wichtige Aufgabe. Sehen kann man ihn dabei allerdings nicht.

Olfen

, 19.12.2018, 05:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Theaterstück lebt nicht nur von den Darstellern. Auch Geräusche sind für ein Stück wichtig. Bei Theater pur ist Torsten Schulz dafür zuständig. „Ich bin der Heuler aus dem Keller“, verrät er schon einmal vorab. Sehen kann man ihn allerdings dabei nicht. Nur hören. Was man hört? Ein Heulen, wie von einem (Wer)Wolf zum Beispiel. Das ist natürlich nicht echt. Auch der Schuss nicht, das Zersplittern von Glas oder die Türklingel. Alles digital.

„Ich finde meine Geräusche im Internet“, erklärt Schulz. Da gibt es unzählige Anbieter mit noch viel mehr Angeboten. Es dauert Stunden, das richtige Geräusch zu finden, fügt er hinzu. Aber nicht immer passt es. „Ich brauchte ein bestimmtes Türklopfen“, erzählt er weiter. Ein Geräusch, das ertönt, wenn ein Türklopfer auf eine Holztür schlägt. Doch es war nicht zu finden. Also überlegte sich Schulz selber, wie er es am besten darstellen könne.

Perfekter Ton

„Ich habe im Garten mit einem Hammer auf ein Rundholz gehauen“. So hatte er den perfekten Ton. Doch im Nachhinein leider vergebens – dieses Geräusch passte dann doch nicht mehr in die Szene des Stücks von Theater pur und wurde daher herausgenommen. Dafür wurde eine Türglocke gewählt. Aber Schulz nimmt es mit Humor. Er hat auch so viel Spaß an seiner neuen Rolle als Geräuschemacher. „Ich habe derzeit neun Geräusche aufgezeichnet.“ Diese müssen auf Anhieb in die Szene passen. Eine Synchronarbeit, für die er ebenfalls ein Rollenbuch hat. Fett markiert sind die Stellen, bei denen er zum Einsatz kommt. So lange die Darsteller noch ihre Rollen einsprechen, hat Schulz nicht viel zu tun.

Aber ab Januar wird es auch für ihn Ernst. „Das Stück wächst mit jeder Probe und dann kommen auch die Geräusche mit ins Spiel“, erzählt er. Ehefrau Daniela geht es auch so. Sie spielt die Emily. „Das ist meine dritte Rolle“, sagt sie.

Ehemann Torsten war auch da schon hinter der Bühne tätig. Mit Bühnenmeister Erich Walter baute er die Kulissen auf. Die werden genau nach einer Skizze gefertigt. Er betont aber: „Alle packen mit an und bringen sich ein“.Die Theatergruppe Theater pur macht alles selbst. Von der Werbung bis hin zur Gestaltung der Bühne. Und das alles noch neben den Rollenproben. Zehn Darsteller finden sich für das aktuelle Stück „Schau nicht unters Rosenbeet“ regelmäßig zur Probe ein.

Trailer

In diesem Jahr wird es auch einen kurzen Trailer zum Stück im Internet geben. „Als Appetithäppchen und Anregung für einen Theaterbesuch“, sagt Rabea Dorweiler, Geschäftsführerin von Theater pur.

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