Umbau der Olfener Stadthalle: Neue Technik, neue Nutzungsmöglichkeiten

dzUmbau der Stadthalle

Der geplante Umbau wird der Olfener Stadthalle eine komplett neue Funktionalität bescheren. Für eine Zielgruppe wird es eine Extra-Neuerung geben.

Olfen

, 26.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Nicht mehr lange, dann schließt das Restaurant in der Stadthalle. Danach wird die rund 30 Jahre alte Stadthalle zum Tagungs- und Veranstaltungszentrum umgebaut.

Die Stadt Olfen informiert am Mittwoch, 3. Juli, über den geplanten Umbau sowie die spätere Nutzung der Stadthalle und lädt hierzu alle interessierten Bürger zu 18 Uhr in die Stadthalle Olfen ein.

Keine Konkurrenz zum Leohaus

In der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses am Dienstag, 25. Juni, stellte Bürgermeister Wilhelm Sendermann Details der künftigen Konzeption vor.

Er stellte deutlich heraus, dass die Stadthalle als Veranstaltungszentrum keine Konkurrenz zum Leohaus sein werde: „Wir wollen die Bürgerstiftung auf keine Art und Weise einschränken. Die Stadthalle ist eine Versammlungsstätte; das Leohaus nicht.“

Das Leohaus dürfe maximal 199 Menschen fassen, sei also per Definition keine Versammlungsstätte, die erst ab 200 Plätze als solche gilt. Im Gegensatz eben zur Stadthalle, die wesentlich mehr Menschen fassen dürfe.

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Der Rat der Stadt Olfen hatte im Februar den Pachtvertrag mit den künftigen Betreibern – die Olfener Unternehmer Tobias Nathaus (29) und Marina Prott (24) von tls musik – genehmigt.

Nun warf Wilhelm Sendermann die Ansichten aus der Vorentwurfsplanung an die Wand des Bürgerhauses.

Und das wird sich verändern:

  • Es wird kein Restaurant mehr geben.
  • Die Toilettenanlage ist zu klein: „Wenn wir 500 Menschen in der Stadthalle haben, dann funktioniert das so nicht mehr“, sagte Sendermann. Für Menschen aller Geschlechter und auch für behinderte Menschen soll es eine größere, adäquate Lösung der Toilettenfrage geben.

  • Es wird ein Foyer geben, das derjenige erreiche, der die Stadthalle durch den Haupteingang betrete, so Sendermann.

  • Die bisherigen Vorhänge, durch die der Saal der Stadthalle zurzeit noch unterteilbar ist, werden ersetzt. Sie seien nicht schalldicht und lassen laut Sendermann nicht zu, die einzelnen Saalabschnitte separat beheizen zu können. Es werde also eine Trennwandanlage geben.

  • Der bisherige Gruppenraum für kleinere Gruppen wird nicht mehr benötigt. „Kleinere Gruppen von 40 bis 60 Leuten sollen ja ins Leohaus“, so Sendermann. Dieser Raum wird zur Buffetzone umgestaltet.

  • Die „Vogelnest“ genannte Empore über dem Haupteingang, wird es nicht mehr geben.

  • Die Fenster und Türen sollen geschlossen gehalten werden. Damit nach 22 Uhr die Anwohner nicht deshalb gestört werden, weil Lärm durch die geöffneten Fenster und Türen nach draußen dringt. Zur Klimatisierung der Stadthalle mit dann geschlossenen Fenstern und Türen wird ein neuer Technikbereich geschaffen. Dazu werde es hinter der Bühne einen Anbau geben, so der Bürgermeister.

  • Die Anwohner der Stadthalle sollen aber noch durch eine andere Neuerung nach 22 Uhr vor Lärm geschützt werden: durch einen verglasten Raucherraum mit Rauchabzug. Und zwar am Zugang von der Freiherr-vom-Stein-Straße aus. Wer rauchen möchte, kann das künftig dort tun und braucht nicht mehr nach draußen zu gehen.

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Die Stadt geht von Baukosten in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro aus. Bürgermeister Sendermann: „Diese notwendigen Investitionen werden die Schuldenfreiheit Olfens nicht gefährden.“

Der Bau- und Umweltausschuss beschloss einstimmig die Planung zum Umbau und zur Sanierung der Stadthalle.

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