Ein neues Testzentrum gibt es jetzt in Olfen direkt an der Wieschhofschule. © Thomas Aschwer
2. Testzentrum

Stadt Olfen macht Wochenendaktivitäten mit neuem Angebot einfacher

Viele Aktivitäten sind ab Freitag (11.) in Nordrhein-Westfalen und vor allem auch im Kreis ohne Tests möglich. Gleichzeitig baut die Stadt Olfen die Testmöglichkeiten aus - ein Widerspruch?

Die Situation ist nicht immer leicht nachvollziehbar: Ab Freitag (11.) können Menschen auch ohne negativen Test in den Innenbereich einer Gaststätte gehen, Minigolf an der frischen Luft können sie jedoch nicht ohne Test spielen. Vorgaben des Landes, die auch aus Sicht von Bürgermeister Wilhelm Sendermann nicht ganz leicht zu verstehen sind. Er sieht es aber auch nicht als großes Problem an, denn aus seiner Sicht haben Tests viele Vorteile.

Die Stadt denke aktuell darüber nach, von den Gästen des Naturbades einen negativen Test einzufordern. Obwohl das eigentlich laut Landesvorgabe nicht notwendig sei. „Aber vielleicht vermittelt es den Gästen ein besseres Gefühl, wenn im Bad ausschließlich Genese, Geimpfte und halt Getestete sind?“ Eine Entscheidung darüber steht noch aus, die Rahmenbedingungen sind aber schon einmal geschaffen.

Direkt an der Wieschhofgrundschule hat das Rote Kreuz auf Bitten der Stadt Olfen ein großes Zelt aufgebaut – eine zusätzliche Testmöglichkeit im Stadtkern. Sie ist vor allem für die Menschen gedacht, die am Wochenende unterwegs oder aktiv sein wollen. Die neue Teststation ist donnerstags und freitags von 9 bis 17 Uhr und samstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Eine Öffnung am Sonntag sei nicht notwendig, weil die Tests für 48 Stunden gültig sind. Wer sich also am Samstag testen lässt, kann entspannt am Sonntag Minigolf spielen oder ins Bad gehen.

Die Teststation soll aus Sicht der Stadt so lange in Betrieb bleiben, bis alle Menschen – die es auch wollen – geimpft sind. Der Zeitraum scheint überschaubar. Aus Sicht von Bürgermeister Wilhelm Sendermann müsste es geschafft werden, dieses Ziel bis zum Sommer zu erreichen. Aber ganz „so schnell“ sei das nicht zu machen. Ganz bewusst habe sich die Stadt Olfen beim Aufbau eines zweiten Testzentrums für das DRK entschieden. „Es war uns immer verbunden, wenn es kritisch war.“

Aus Sicht von DRK-Vorstand Christoph Schlütermann war und ist das Rote Kreuz „Partner der Gemeinden“. Schlütermann betonte dabei, dass es dem DRK um die Sache und nicht um das Geld gehe. „Auch wenn Testzentren Defizite erwirtschaften, werden sie nicht geschlossen.“ Das Rote Kreuz garantiere auch in der Pandemie eine Grundversorgung.

Wie groß die Nachfrage und das Vertrauen in die Arbeit des DRK ist, belegt eine einzige Zahl. Seit der Eröffnung des 1. Olfener DRK-Testzentrums am 17 März haben sich rund 11.000 Menschen testen lassen. „Die Leute vertrauen uns“, sagt Schlütermann. Hoffnung macht der DRK-Vorstand auch den Menschen, die sich in den vergangenen Wochen vergeblich um einen Impftermin bemüht haben. In den nächsten Tagen gebe es wieder mehr Impfstoff für Erstimpfungen.

Über den Autor
Redaktion Selm
Journalist aus Leidenschaft, Familienmensch aus Überzeugung, Fan der Region. Als Schüler 1976 den ersten Text für die Ruhr Nachrichten geschrieben. Später als Redakteur Pendler zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Ohne das Ziel der Arbeit zu verändern: Die Menschen durch den Tag begleiten - aktuell und hintergründig, informativ und überraschend. Online und in der Zeitung.
Zur Autorenseite
Thomas Aschwer

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.