„Der Bauhof ist für den bevorstehenden Winter gut auf Schneefall und Glatteis vorbereitet", meldete Bauhofleiter Markus Freck Mitte Januar. Etwa 50 Tonnen Streusalz sind am Bauhof eingelagert. Weil es jetzt aber so stark schneit, hat die Stadt einen externen Dienstleister mit ins Boot geholt. © Stadt Olfen
Winterdienst

Stadt Olfen holt sich Hilfe im Kampf gegen enorme Schneemassen

Schneemassen in ungeahnter Menge fordern auch die Stadt Olfen massiv heraus. Der Bauhof kann mit eigenen Fahrzeugen der Situation nicht mehr Herr werden - und hat sich Hilfe geholt.

Der neue Bauhofleiter Markus Freck steht bei seinem ersten Wintereinsatz gleich vor einer riesigen Herausforderung. Es schneit und schneit und schneit. Um 5 Uhr hat am Montagmorgen (8.) der Winterdienst die Arbeit wieder aufgenommen. Neben eigenen Fahrzeugen sind auch drei Fahrzeuge eines Dienstleisters im Einsatz.

„Wir haben jetzt vier große Fahrzeuge mit einem großen Schild auf den Straßen“, sagt Markus Freck. Dazu komme ein kleines Fahrzeug mit einem Räumschild für die Radwege. Komplettiert wird die Flotte durch einen Radlader, um Schnee auch wegfahren zu können. Aktuell konzentriert sich die Stadt ausschließlich darauf, den Schnee wegzuschieben. „Streuen ist aktuell kein Thema“, sagt Freck und berichtet über die Arbeitsweise.

„Wir fangen immer mit den Hauptstraßen an. Danach sind die Baugebiete an der Reihe.“ Dabei werde aber der Schnee nicht komplett weggeschoben, sondern soviel, dass Fahrzeuge die Straßen passieren können. „Streuen macht deshalb aktuell keinen Sinn“, sagt Markus Freck. Der Bauhofleiter kündigte an, dass bei weiter starken Schneefällen am Montag die Hauptstraßen auch zweimal geräumt werden. „In den Baugebieten schaffen wir das nicht.“

Großes Problem in Baugebieten: Wohin mit dem Schnee?

Ohnehin gibt es in den Baugebieten angesichts der enormen Schneemengen ein großes Problem: Wohin mit dem Schnee? Die Stadt versuche, so Freck, den Schnee auf Grünflächen zu schieben. In sozialen Netzwerken beklagen sich jedoch Bürger, dass Anlieger den Schnee vor ihrer Haustür einfach auf die Straßen schieben. Ein Durchkommen werde somit unmöglich. Für den Winterdienst hat die Stadt Olfen klare Regeln.

  • Die Gehwege sind in einer Breite von 1,20 m von Schnee freizuhalten. Auf Gehwegen ist bei Eis- und Schneeglätte zu streuen, wobei die Verwendung von Salz oder sonstigen auftauenden Stoffen grundsätzlich verboten ist
  • Ihre Verwendung ist nur erlaubt in besonderen klimatischen Ausnahmefällen (z.B. Eisregen), in denen durch Einsatz von abstumpfenden Mitteln keine hinreichende Streuwirkung zu erzielen ist, an gefährlichen Stellen an Gehwegen, wie z.B. Treppen, Rampen, Brückenauf- oder abgängen, starken Gefälle- bzw. Steigungsstrecken oder ähnlichen Gehwegabschnitten.
  • An Haltestellen für öffentliche Verkehrsmittel oder für Schulbusse müssen die Gehwege so von Schnee freigehalten und bei Glätte bestreut werden, dass ein gefahrloses Ein- und Aussteigen sowie ein gefahrloser Zu- und Abgang zu den Haltestelleneinrichtungen gewährleistet ist.

Folgende Regeln müssen die Bürger beachten

In der Zeit von 7 bis 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene Glätte

sind unverzüglich nach Beendigung des Schneefalls bzw. nach dem Entstehen

der Glätte zu beseitigen. Nach 20 Uhr gefallener Schnee und entstandene

Glätte sind werktags bis 7 Uhr, sonn- und feiertags bis 9 Uhr des

folgenden Tages zu beseitigen.

Der Schnee ist auf dem an die Fahrbahn grenzenden Teil des Gehweges oder notfalls auf dem Fahrbahnrand so zu lagern, dass der Fußgänger- und Fahrverkehr hierdurch nicht mehr als unvermeidbar gefährdet oder behindert wird. Baumscheiben und begrünte Flächen dürfen nicht mit Salz oder sonstigen auftauenden Materialien bestreut, salzhaltiger oder sonstige auftauende Mittel enthaltender Schnee darf auf ihnen nicht gelagert werden.

Die Einläufe in Entwässerungsanlagen und die

Hydranten sind von Eis und Schnee freizuhalten. Schnee und Eis von

Grundstücken dürfen nicht auf die Straße geschafft werden.

Über den Autor
Redaktion Selm
Journalist aus Leidenschaft, Familienmensch aus Überzeugung, Fan der Region. Als Schüler 1976 den ersten Text für die Ruhr Nachrichten geschrieben. Später als Redakteur Pendler zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Ohne das Ziel der Arbeit zu verändern: Die Menschen durch den Tag begleiten - aktuell und hintergründig, informativ und überraschend. Online und in der Zeitung.
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Thomas Aschwer

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