So schön könnte es aktuell an der Alten Fahrt aussehen, die rund 1800 Quadratmeter große Fläche am Dortmund-Ems-Kanal könnte eine perfekte Eislauffläche sein. In diesem Winter fällt das Vergnügen aber wohl aus. © Thomas Aschwer
Kein Schlittschuhfahren

Stadt Olfen hat Eislauffläche aus einem einzigen Grund nicht geflutet

Diese Frage beschäftigt viele Olfener: Warum ist die Eislauffläche an der Alten Fahrt nicht geflutet - obwohl das Wetter absolut perfekt ist. Die Antwort ist eigentlich naheliegend.

Die Idee ist so einfach wie genial: Eine Stadtverwaltung sucht sich eine (Rasen-)Fläche aus, hebt wenige Zentimeter tief Boden aus – und wartet auf den nächsten Wintereinbruch. Dann flutet die Verwaltung die Fläche. Innerhalb kürzester Zeit entsteht so eine perfekte und vor allem sichere Eislauffläche auf der maximal nasse Füße drohen.

Wirklich viel Freude hatte die Stadt Olfen mit ihrer rund 1800 Quadratmeter großen Eislauffläche hinter der Wieschhofschule bislang allerdings nicht. Immer wieder wurden in den vergangenen Jahren Steine in das gefrierende Wasser geworfen. Statt einer glatten Fläche entstand so ein „Hindernisparcours“.

Die Aktionen von Zerstörungswilligen sind allerdings nicht der Grund, warum die Fläche in diesem Winter nicht geflutet worden ist. „Wir haben uns schon vor Wochen bewusst dagegen entschieden“, sagt Klemens Brömmel von der Stadtverwaltung. Die Stadt wolle in der Pandemie bewusst „kein Highlight und keinen Anlaufpunkt schaffen“.

Klemens Brömmel verweist auf die Erfahrungen mit dem Skatepark. Hier hatten sich vor etlichen Wochen im Lockdown viele Skater getroffen. Eine Situation, die sich jetzt an der Eislauffläche nicht wiederholen sollen. Dass sich aktuell hier viele Kinder zum Rodeln treffen, sieht die Verwaltung als nicht so problematisch an. Die Fläche sei größer. So könne auch leichter Abstand gehalten werden.

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Redaktion Selm
Journalist aus Leidenschaft, Familienmensch aus Überzeugung, Fan der Region. Als Schüler 1976 den ersten Text für die Ruhr Nachrichten geschrieben. Später als Redakteur Pendler zwischen Münsterland und Ruhrgebiet. Ohne das Ziel der Arbeit zu verändern: Die Menschen durch den Tag begleiten - aktuell und hintergründig, informativ und überraschend. Online und in der Zeitung.
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Thomas Aschwer

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