St.-Vitus-Stift in Olfen feiert 20-Jähriges mit Corona-Abstand

dzSeniorenzentrum Olfen

Mit Feiern in Zeiten von Corona ist das so eine Sache. Es bedarf eines herausragenden Grundes. Ob der 20. Geburtstag so einer ist? Der des Olfener Vitus-Stifts auf jeden Fall.

Olfen

, 12.10.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Olfen nicht nur leben und arbeiten, sondern auch alt werden dürfen, wenn fremde Hilfe nötig ist: Das möglich zu machen, beschlossen die katholische Kirchengemeinde St. Vitus und die Stadt Olfen im Jahr 2000. Seitdem gibt es das gemeinnützige Seniorenzentrums St. Vitus mit Pflegeheim und betreutem Wohnen: Anlass für eine Geburtstagsfeier am Sonntag (11.10.)

Das gemeinsame Trägerkonzept von Kommune und Kirche für diese Einrichtung stieß bei allen Beteiligten war damals auf großes Einvernehmen gestoßen. Und es funktioniert noch immer. „Wir waren damals unerfahren und sind ins kalte Wasser gesprungen“, erinnert sich Bürgermeister Wilhelm Sendermann.

Der erste Beigeordnete der Stadt und Geschäftsführer der Einrichtung, Günter Klaes, gab einen kurzen Rückblick über die Entwicklung des Altenwohnheims. Im Oktober 2000 waren die ersten Bewohner eingezogen Damals standen 52 Plätze zur Verfügung. Auch die 36 Wohnungen, die zum betreuten Wohnen gehören, wurden bezogen.

Günter Klaes (l.) bedankt sich bei den langjährigen Mitarbeiterinnen.

Günter Klaes (l.) bedankt sich bei den langjährigen Mitarbeiterinnen. © Antje Pflips

„Das waren aufregende und spannende Zeiten“, sagte Erika Riffel, Pflegedienstleitung. Und Angelika Timmerhenrich, Mitarbeiterin im Sozialen Dienst, ergänzte: „Wir kannten uns in dem Haus noch nicht gut aus und mussten die Zimmer noch suchen, die unseren Bewohnern zugeteilt wurden.“ Alle hätten „viel Herzblut in die Arbeit hineingesteckt“. Gemeinsame Veranstaltungen stärkten von Beginn an den Zusammenhalt. Das St. Vitus Stift habe immer viel Wert auf Öffentlichkeit gelegt, sagte sie: „Es gibt regelmäßige Projekte mit der Grund- und Gesamtschule.“ Fester Bestandteil sei das Programm „Alt trifft Jung“. Hierbei besuchten sich regelmäßig Bewohner des Altenwohnheims und Kinder des Kindergartens St. Vitus.

Klaes führte weiter aus, dass es nur 15 Monate gedauert habe, bis die Einweihung erfolgte. In den 20 Jahren sei die Anzahl der Plätze auf 79 angestiegen. Aus den 36 Wohnungen wurden 44. Im Jahr 2013 wurde der neu errichtete Wohnbereich für Demenzkranke eröffnet.

Demenzbereich wurde 2013 eingeweiht

„Es sind gerade diese Menschen, die ein Seniorenzentrum zu einem Ort machen, an dem man in Würde leben und alt werden kann“, sagte Klaes.

Pfarrer Ulrich Franke von der katholischen Kirchengemeinde bestätigte dass das Haus wichtige Aufgaben und Funktionen in Stadt und Gemeinde erfülle.

Bei dieser Gelegenheit stellt sich Hausleiter Ingo Knüver den anwesenden Gästen vor. Er ist Nachfolger von Christa Kehl, die nach zehn Jahren als Leiterin in den Ruhestand ging. Hermann-Josef Ahmann hatte für ein Jahr die kommissarische Leitung des Seniorenzentrums übernommen.

Sendermann sieht für die Zukunft den Bedarf für noch mehr Pflegeplätze.

Der neue Leiter des Hauses: Ingo Knüver.

Der neue Leiter des Hauses: Ingo Knüver. © Antje Pflips

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