So war die Berliner Revue in der Olfener Stadthalle

Konzertrückblick

Nur nach einer Zugabe entließ das Publikum Horst Feldhege und die Harmonias von der Bühne. Stürmisch wurden sie gefeiert nach ihrer „Berliner Revue, Teil II“ in der Stadthalle am Freitagabend.

Olfen

, 25.09.2018, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
So war die Berliner Revue in der Olfener Stadthalle

Horst Feldhege und die Harmonias sangen Lieder aus dem Berlin der 20er Jahre. © Antje Pflips

Der nostalgische Rückblick auf die Zeit von Otto-Reutter und Co. von Horst Fledhege und den Harmonias kam beim Publikum sehr gut an. Es sang mit, klatschte rhythmisch in die Hände und lachte herzlich bei den Anekdoten und kleinen Geschichten, die Horst Feldhege erzählte. „Keine Witze – alles wahr!“ erklärte er mit einem Augenzwinkern.

Dabei verstand er es mehrfach, Olfen und Berlin im Vergleich zu sehen. Augenscheinlich haben beide Städte viele Gemeinsamkeiten – auch wenn es nur um das Berlin aus dem 17. Jahrhundert geht – da war es angeblich genauso groß wie das heutige Olfen. Mit bekannten Melodien und Gassenhauern wie „Das gibt’s nur einmal“ „Die Männer sind alle Verbrecher“, „Unter den Linden“ oder „Laura, fahr mit mir im Automobil“.

Zeitgeschehen und Lebenssituationen in den 20er Jahren behandelte der Berliner Sänger Otto-Reutter in Couplets wie „Alles nur wegen der Leut“ oder „Krumme Lanke“ oder „Wer schmeißt denn da mit Lehm“. Damit traf Feldhege den Geschmack seiner Gäste.

Frech und hintergründig

Sie sind frech, hintergründig, mit Humor und voller Lebenserfahrung. „Ich mag diese Art der Lieder sehr gern“, meinte Klaus Pohlmann. Willi Wessel war ebenso begeistert: „Das Programm ist genauso, wie ich es erwartet habe“. Besonders mochte er die Darbietungen aus der Operette „Blume von Hawaii“. „Die Operette habe ich auch schon selbst gesehen“.

Aber auch die Melodien aus der Operette „Im weißen Rössl“ kamen gut an. Unterstützung erhielten Feldhege und Pianist Thomas Hessel von den „Harmonias“. Die bekam Feldhege wortwörtlich unter einen Hut, denn bei ihrer musikalischen Vorstellung erhielt jeder von ihnen einen Zylinder, verbunden mit einer kleinen Werbung für den Männerchor „Harmonia“, dem alle Sänger angehören.

Spende für Palliativzentrum

Den Zylinder tauschten sie allerdings im Laufe des Abends wieder gegen ihren Strohhut aus. Eine Brise Nordsee leistete sich der Abend mit dem Shanty von Aybo Reershemius „Rolling home“, nur echt im friesischen Plattdeutsch. Er wurde von Karl-Heinz Dulle am Akkordeon begleitet.

Zum Ausgang wurde um eine Spende für das Kinder Palliativzentrum in Datteln gebeten. Die Zylinder der Sänger kamen hier wieder zum Einsatz und füllten sich schnell.

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