Schwester Mathilde erzählt von ihrer Arbeit in Peru

OLFEN „Unsere Sorge gehört derzeit den Erdbebenopfern,“ berichtet Schwester Mathilde Vossmöller. Sie besuchte Olfen, um auch den Sternsingern für die Unterstützung an vielen sozialen Projekten in Peru zu danken und von der Hilfe vor Ort zu erzählen.

von Von Antje Pflips

, 10.07.2008, 15:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schwester Mathilde berichtet  Gemeindemitgliedern von ihrer Arbeit in Peru.

Schwester Mathilde berichtet Gemeindemitgliedern von ihrer Arbeit in Peru.

„Ohne diese Hilfe hätten die Menschen die konkrete Not nicht überwinden können,“ sagte sie. Vor fast einem Jahr wurde das Gebiet in Peru, wo Schwester Mathilde tätig ist, von einem schweren Erdbeben betroffen. „Viele sind verletzt und haben keine eigenen Mittel für eine soziale Eingliederung“. Durch die Spenden würde diesen Menschen medizinische Hilfe zuteil. Auch beim Aufbau der Häuser werde geholfen. „Wir stehen ihnen bei den Alltagssorgen bei“.

Zur Provinzoberin gewählt

Nach elf Jahren Tätigkeit in der Dominikanischen Republik wurde sie nach Peru berufen, wo sie zur Provinzoberin gewählt wurde. Ganz unbekannt ist ihr das südamerikanische Land nicht, denn vor ihrer Tätigkeit in der Dominikanischen Republik war sie schon einmal für elf Jahre in Peru tätig. In ihrer Missionsarbeit wird sie von 55 Schwestern des Ordens der Hiltruper Missionsschwestern unterstützt. Dabei sieht sie heute andere Formen der Missionsarbeit, als noch vor 35 Jahren, als sie ihr Gelübde ablegte. Doch das Anliegen bliebe dasselbe. „Den Glauben hat man nicht vom Hören, man muss ihn fühlen können,“ meinte sie. Nur in mitmenschlichen Beziehungen, in Hinwendungen zum Einzelnen erführe man den Glauben.

In die Aufgabe hineingewachsen

In ihre neue Aufgabe ist sie langsam hineingewachsen. „Mein Beruf ist kochen,“ lachte sie, „aber wie sollte ich in einem Büro kochen?“ Durch viele Schulungen und Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen und Verbänden hätte sie „so viel gelernt, wie nie“. Administrative und organisatorische Aufgaben würden jetzt auf sie zukommen. „Mit Ihrer Hilfe haben auch Sie Missionsarbeit geleistet,“ wandte sie sich an die Gemeindemitglieder mit einem großen Dank für die Unterstützung. 

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