Rotes Kreuz findet immer weniger neue Blutspender

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Blut spenden kostet nichts – hilft aber Leben zu retten. Doch das Rote Kreuz hat ein Problem. Es gibt immer weniger Spender. Das DRK will darauf reagieren.

Olfen

, 27.11.2018, 16:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rotes Kreuz findet immer weniger neue Blutspender

Der Vorstand des DRK Ortsverbands Olfen ehrte die vielfachen Blutspender in einer kleinen Feierstunde. © Antje Pflips

Am Donnerstag hat der DRK-Ortsverband Olfen seine vielfachen Blutspender in einer kleinen Feierstunde mit Urkunden, Nadeln und Getränkegeschenken geehrt. „Früher waren unsere Blutspendetermine besser besucht“, sagte Frank Brokinkel vom DRK-Blutspendedienst West. Ein Grund dafür sei, dass langjährige Spender aus Altersgründen ausfielen und nicht genug Neuspender hinzukämen. „Für einen Altspender benötigten wir drei neue“, meinte Brokinkel.

Mit Programmen in weiterführenden Schulen, in Universitäten oder Fachhochschulen will der Blutspendedienst junge Erwachsene für die Spende gewinnen.

Mehr als 87 Liter Blut gespendet

Lother Werding ist mit 20 Jahren über die Bundeswehr zur Blutspende gekommen. Das war vor 46 Jahren. Mittlerweile hat er 175-mal sein Blut für andere hergegeben. Bei 0,5 Litern je Spende sind somit 87,5 Liter zusammengekommen. Viermal im Jahr nimmt er an den bekannt gemachten Terminen teil. Gesundheitlich hat ihm das nie etwas ausgemacht: „Mir ist es immer gut bekommen“. Sein Blut sei sehr begehrt, wie er erzählte, da er mit AB Rhesus negativ eine sehr seltene Blutgruppe habe.

Was ja auch für alle anderen gilt, so Brokinkel: „Alle Blutgruppen sind wertig, wenn sie benötigt werden“, fügte er hinzu. Brokinkel referierte als Referent Öffentlichkeitsarbeit des DRK-Blutspendedienstes West über die Blutspende allgemein und die Präparate. Auch Gerhard Wolka spendet. Bereits 130-mal wurde er zur Ader gelassen. Viermal im Jahr ging er zu den Spendeterminen. Jetzt, mit knapp 76 Jahren, will er es aber langsamer angehen lassen, erzählte er. Doch er ist nie allein. Die ganze Familie nimmt er mit. Auch die Enkelkinder. Die sind zwar noch nicht so alt, um spenden zu können, aber „die sollen sich das schon mal alles ansehen“.

Blutspende hat hilfreichen Nebeneffekt

Für ihn ist es wichtig, dass ausreichend Blut in den Krankenhäusern zur Verfügung steht. „Ich will helfen und hoffe, dass auch für mich im Notfall genug da ist“, meinte er. Er hat aber alarmierende Zahlen im Kopf: 60 Prozent der Bevölkerung könnten spenden, doch nur drei Prozent tun es auch. Einen sehr hilfreichen Nebeneffekt habe die Spende auch noch: „Bei der Spende wird das Blut regelmäßig kontrolliert. Das ist für mich beruhigend.“ Der Blutspendedienst West plant in nächster Zeit die Aktion „Spender werben Spender“.

  • Der nächste Blutspendetermin in Olfen findet statt im Haus Rena, Eckernkam 21 a, am Freitag, 30. November, von 16.30 bis 20.30 Uhr und am Sonntag, 2. Dezember, von 11 bis 15 Uhr.
  • Ein weiterer Blutspendetermin ist am Mittwoch, 5. Dezember im Pfarrheim St. Marien, Vinnum, Hauptstraße 59, von 16.30 bis 20.30 Uhr.
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