Römer-Kohorte erreicht Olfen

OLFEN Donnerstag in Altenbork, Freitag in Sülsen und Samstagnachmittag bereits in Haltern. Auf ihrem 100-Kilometer-Weg nach Xanten lässt sich die „Legio XV Primigenia“ nicht aufhalten.

von Von Daniel Maiß

, 25.07.2008, 18:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Genauer gesagt auf die Ländereien der Landfleischerei Volle. Dort schlug die Römer -Legion vom Marsch 2008 Freitagnachmittag, 25. Juli,  ihre Zelte auf und ruhte sich anschließend erst einmal aus.   „Wir haben die ersten leichten Fußprobleme“, so Alexander Schneider – pardon – Gaius Cassius Germinus natürlich. In eher leichter Montur mit weniger Marschgepäck war die Strecke nach Sülsen einfacher zu bewältigen als die 1. Etappe von Bergkamen nach Altenbork. Allerdings liegt am Samstag schon wieder ein ordentlicher Marsch vor der Kohorte. Bis Haltern sind es 14 Kilometer.   „Das wird wieder hart“, weiß Schneider. Vor allem, wenn es über Asphalt gehen würde, so Schneider. Nach dieser Aussage entbrennt zwischen den Teilnehmern erst einmal eine kleine Diskussion, über welchen Untergrund sie lieber marschieren.

Am Ende sind sich alle einig: „Waldboden ist am schönsten“.  Am Freitag ging es über Reitwege. „Das war auch sehr angenehm“, so Schneider weiter. Geführt wurden sie vom Ehepaar Steinbrecher-Hartmann, auf dessen Gelände sie in Altenbork genächtigt hatten. Apropos: Wie war die Nacht? „Bis auf zwei haben wir alle draußen geschlafen, unter freiem Sternenhimmel“, gerät Schneider ins Schwärmen. Aber jetzt muss sich Centurio Germinus erst einmal stärken, ein saftiges Stück Bauchfleisch wartet. Und Marnie. Die Hündin schielt sehnsüchtig auf das Stück Fleisch und hat damit auch Erfolg. „Die ist immer dabei, hat uns treu begleitet“, erklärt der Centurio. Wenn das Bauchfleisch dann doch ein wenig schwer im Magen liegen sollte, steht schon Abhilfe parat.  

Albert Kortenbusch vom Heimatverein Olfen hat den Trupp mit einer Flasche Schnaps versorgt – selbst gebrannt versteht sich. „Ui, der ist aber ordentlich“, muss der Centurio dem durchsichtigen Flascheninhalt Tribut zollen. Schneider ist stolz auf seine Mannen: „Das ist das erste Mal überhaupt, dass so ein Experiment entlang der Lippe durchgeführt wird. Das kann uns keiner mehr nehmen“. Der Centurio ist dem Heimatverein Olfen dankbar für die tolle Unterstützung. Am Samstag um 10.30 Uhr geht es weiter. In Richtung Haltern wird Kortenbusch den Römermarsch begleiten – aber auf dem Fahrrad. 

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