An der Ecke Kirch-/Marktstraße soll der neue Haupteingang des Rathauses sein. Die bestehenden Häuser neben dem alten Rathaus werden abgerissen. © Arndt Brede
Rathaus

Rathaus-Erweiterung: Stadt Olfen geht jetzt ganz neue Wege

Die Planungen zur Erweiterung und zur energetischen Ertüchtigung des Olfener Rathauses sind einen weiteren entscheidenden Schritt vorangekommen. Damit die Stadt neue Wege gehen kann.

Der Rat der Stadt Olfen hat beschlossen, dass die Planungen zur Erweiterung und zur energetischen Ertüchtigung des Olfener Rathauses auf den weiteren Weg gebracht werden können. Bürgermeister Wilhelm Sendermann hatte im Bau- und Umweltausschuss bereits erklärt: „Wir sind sehr weit.“ Die Stadt könne jetzt detaillierte Kostenberechnungen in einen Förderantrag einfließen lassen. Und solch ein Förderantrag sei etwas, das in solch einer Angelegenheit nicht alltäglich sei. Das sei deshalb möglich, weil das Erdgeschoss des Erweiterungsbaus des Rathauses für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden soll.

Ob es zu einem Fluss von Fördermitteln vom Land NRW kommen werde, das könne er nicht verbindlich versprechen, sagt Sendermann. „Was wir in die Waagschale werfen können: einen absolut zentralen Standort am Markt, stadtbildprägend.“ Und es werde ein Gebäudeensemble aus dem Erweiterungs- und dem Altbau, das mehr sein werde als nur ein Rathaus.

So sah der Siegerentwurf von DBCO für den Rathausan- und umbau vor. Jetzt sind die Pläne weiter konkretsiert worden. © loomn.de © loomn.de

Eine zeitliche Perspektive könne er nicht liefern, erklärt der Bürgermeister. Die Bezirksregierung Münster erwarte eine „klare Planung mit fertigen Plänen“. Die könne die Stadt vorlegen.

Er sei optimistisch, dass es gelingen kann, Fördermittel zu bekommen. „Gelingt das nicht, müssen wir nochmal neu diskutieren“, signalisierte Sendermann mit Blick auf die Politiker.

Um nun zum 30. September 2020 den Förderantrag im Rahmen der Städtebauförderung einreichen zu können, hatte es eines abschließenden Ratsbeschlusses bedurft. Der fiel in der letzten Ratssitzung des amtierenden Rates einstimmig aus, nachdem auch der Bauausschuss das Vorgehen genehmigt hatte.

Es gibt auch Neuigkeiten, die durchaus spektakuläres Potenzial haben: „Wir wollen auf eine Klimaanlage verzichten“, verkündet Wilhelm Sendermann. Das bedeute aber nicht, dass die Verwaltungsmitarbeiter schwitzen müssen. „Wir werden wassergeführte Heiz- beziehungsweise Kühldecken einbauen.“ Eine Klimaanlage mit großen Kühlaggregaten auf dem Dach werde es also nicht geben. Die angedachte Technik ermögliche eine „maßvolle Beheizung beziehungsweise Kühlung“. Die Decken würden aus Tonziegeln hergestellt, wo Leitungen eingezogen werden.

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Arndt Brede

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