Olfenerin Sarina Hohmann war ein Jahr in den USA: Ein Gesprächsthema war besonders heikel

Auslandsjahr

Dank eines Stipendiums verbrachte die Olfenerin Sarina Hohmann ein Jahr in den USA. Auch wenn die Menschen dort „sehr offen“ waren, hat sie ein Thema bei Gesprächen bewusst vermieden.

Olfen

16.10.2019, 13:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Olfenerin Sarina Hohmann war ein Jahr in den USA: Ein Gesprächsthema war besonders heikel

Im Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann schwärmte die Olfenerin Sarina Hohmann von ihrer Zeit in den USA. © Büro Marc Henrichmann

Eine ganz tolle Erfahrung“ war ihre Zeit in den USA, sagt Sarina Hohmann. Mit einem Stipendium des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) lebte Sarina Hohmann ein Jahr in Bloomfield im Bundesstaat New York. Dabei musste die Olfenerin feststellen, dass vor allem das US-amerikanische Schulsystem sich von dem deutschen deutlich unterscheidet.

Jetzt ist die junge Olfenerin zurückgekehrt und erzählte dem Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann von ihren Erlebnissen. Der Alltag, die Schule und die Politik: Vieles sei anders in Amerika.

Seit 1983 werden Stipendien für Auslandsjahre vergeben

Das Thema Trump habe sie dort allerdings lieber nicht angesprochen. „Das führte nur zu Diskussionen“ – Kritiker und Befürworter des Präsidenten hätten sich die Waage gehalten, berichtete sie.

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„Das PPP ist eine großartige Möglichkeit, Auslandserfahrungen in Amerika zu sammeln“, unterstrich Henrichmann. Nach wie vor seien die USA Deutschlands wichtigster internationaler Partner. Der Deutsche Bundestag vergibt seit 1983 Stipendien für ein Austauschjahr an Schülerinnen und Schüler sowie an junge Berufstätige.

Von acht bis acht in der Schule

Sarina Hohmann, die das Gymnasium in Selm besucht, bewarb sich mit Erfolg - und kam begeistert zurück. „Die nächste Reise ist schon für den kommenden Sommer geplant“, erzählte sie.

Ein Grund für dieses Begeisterung seien die vielen netten Menschen. Als „sehr offen und sehr interessiert“ habe sie die US-Amerikaner erlebt. „Ich habe richtig gute Freunde gefunden“, betonte Hohmann.

Bei ihrer Gastfamilie, die eine Pferdefarm besitzt, habe sie gerne mitangepackt, sofern es die Zeit zuließ. Denn in der Schule war sie von morgens acht Uhr bis abends acht Uhr, am Wochenende standen dazu auch noch Sportwettkämpfe an.

„Dort habe ich viel über amerikanische Politik gelernt“

Überhaupt wurde Sport groß geschrieben. Sarina spielte Softball, eine Abwandlung vom Baseball, und nahm am „Cross Country“ teil – einem täglichen Fünf-Kilometer-Geländeläufen.

Im Winter lernte sie Skifahren und spielte in einem Musical mit. Eine Woche verbrachte sie zudem in Washington. „Dort habe ich viel über amerikanische Politik gelernt“, erzählte sie.

Ab Mai sind wieder Bewerbungen möglich

Ein wenig vermisst habe sie aber das deutsche Schulsystem. „In den meisten Fächern habe ich nicht viel Neues gelernt“, gestand sie. Klausuren seien meist nur Tests zum Ankreuzen gewesen.

Wieder zurück in Deutschland, engagiert sie sich ehrenamtlich bei AFS, der Organisation, die derartige Austausche organisiert: „Es macht Spaß, meine Erfahrungen weiterzugeben.“ Wer selbst einmal über den großen Teich fliegen möchte: Ab Mai sind wieder Bewerbungen möglich unter www.bundestag.de/ppp

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