Olfener Gemeinden feiern ökumenischen Gottesdienst an besonderem Ort

dzPfingsgottesdienst

Es war ein besonderer Gottesdienst, den die katholische und evangelische Kirche am Pfingstmontag gemeinsam feierte. Das lag vor allem am ungewöhnlichen Veranstaltungsort.

von Maria Niermann

Olfen

, 01.06.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als die Gottesdienstbesucher noch in gebührendem Abstand plaudernd beieinander standen und die Helfer die Stühle zusammenstellten meinte Pastor Melchert: „Mir kam es heute wie das wirkliche Pfingsten vor: Dieser gemeinsame Gottesdienst hatte nach dem Corona-Lockdown etwas sehr Befreiendes.“

Schon die Vorbereitungszeit mit dem ökumenischen Ausschuss der beiden Olfener Kirchen sei ein gutes Miteinander gewesen. Und diese vorbereitende Arbeit vieler Menschen wurde belohnt: Rund 350 Besucher kamen am Pfingstmontag zum traditionellen ökumenischen Pfingstgottesdienst. Erstmals fand dieser auf den Parkplatz des Olfener Naturbades statt.

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Olfener Kirchengemeinden feiern ökumenischer Gottesdienst zu Pfingsten

Dieser Gottesdienst hat Tradition, war aber trotzdem nicht wie immer. Auf dem Parkplatz am Naturbad trafen sich katholische und evangelische Gläubige am Pfingstmontag zu einem besonderen Gottesdienst.
01.06.2020
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Die Kinder unter den Gottesdienstbesuchern wurden immer wieder in die Feier einbezogen© Foto: Maria Niermann
Die Kinder unter den Gottesdienstbesuchern wurden immer wieder in die Feier einbezogen© Foto: Maria Niermann
Rund 350 Besucher waren zum Ökumenischen Pfingstgottesdienst zum Naturbad gekommen© Foto: Maria Niermann
Rund 350 Besucher waren zum Ökumenischen Pfingstgottesdienst zum Naturbad gekommen© Foto: Maria Niermann
Familien hatten ihre Picknickdecken mitgebracht zum ökumenischen Pfingstgottesdienst© Foto: Maria Niermann
Pfarrer Thorsten Melchert von der evangelischen Christuskirche und Pastor Ulrich Franke von der katholischen Vitus-Gemeinde feierten mit rund 350 Besuchern den ökumenischen Pfingstgottesdienst am Olfener Naturbad© Foto: Maria Niermann
Während des ökumenischen Pfingstgottesdienstes mischte sich Pastor Ulrich Franke immer wieder unter die rund 350 Besucher.© Foto: Maria Niermann
Die Kinder unter den Besuchern des ökumenischen Pfingstgottesdienstes durften einen bunten Fisch mitnehmen. "Der Fisch ist eines der ersten Zeichen Jesu", hatte Pastor Franke vorher gesagt.© Foto: Maria Niermann
Die Kinder unter den Besuchern des ökumenischen Pfingstgottesdienstes durften einen bunten Fisch mitnehmen. "Der Fisch ist eines der ersten Zeichen Jesu", hatte Pastor Franke vorher gesagt.© Foto: Maria Niermann

Der evangelische Pfarrer Thorsten Melchert und Pastor Ulrich Franke, Pastor der Vitus-Gemeinde, feierten diesen friedlichen, sommerlichen, fröhlichen Gottesdienst mit Menschen, die auch dieses neue Miteinander nach dem Corona-Lockdown suchen. „Wir haben in dieser Zeit gelernt, Wege zueinander zu finden“, so Pastor Melchert. „Und wir haben schätzen gelernt, wie wichtig ein fürsorgliches aneinander Denken ist.“

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Auf der Bühne, neben dem Altar, hatten die Organisatoren Pflanzen und einen kleinen Springbrunnen aufgebaut. Schließlich wurde der Gottesdienst unter dem Thema „Lebendiges Wasser“ gefeiert. Es war Ulrich Franke, der mit den Kindern über das Wasser sprach. Über die Bedeutung für die Natur, über die Frische und Kühle des Wassers. „Ohne Wasser kein Leben“, war ein Fazit seines Gespräches.

Pastor Melchert bat die Besucher anschließend darüber nachzudenken, was für den Einzelnen Glück bedeute, welche Lebensquelle der Einzelne für wichtig erachte.

Bei Harfenmusik von Fanny Herbst, unter blauem Himmel und neben dem Naturbad sitzend, sinnierten die Besucher über ihr Leben, ihr Glück, ihre Kraftquellen nach. Als die Kinder dann einen bunten steinernen Fisch aus einem Korb holen durften, rundete auch dieses Zeichen das Wasser-Thema ab. „Der Fisch ist eines der ersten Zeichen Jesu“, hatte Pastor Franke vorher gesagt.

Aber auch die erwachsenen Besucher gingen nicht leer aus. Sie hatten die Gelegenheit, Taufwasser in einem kleinen Fläschchen mitzunehmen, das Pastor Franke und Küsterin Ilona Schwabe nach einer Erwachsenen-Taufe abgefüllt hatten.

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Für eine ganz besondere Stimmung dieses Gottesdienstes sorgte einmal mehr die Musik. Mezzo-Sopranistin Almuth Herbst sang unter anderem die Arie aus Rinaldo von Georg Friedrich Händel, begleitet von ihrem Mann Udo, Tochter Fanny spielte die Harfe. Die Gemeinde begleiteten Thomas Hessel von der Vitus-Gemeinde und Martin Wirtz von der evangelischen Christuskirche. Die Übertragung auf die Großleinwand holt die Besucher immer ganz nah ans Geschehen.

Darüber hinaus sorgten der Ökumenische Ausschuss beider Kirchen, die Stadt, die Firma tls, Presbyterium und Kirchenvorstand und die Küsterinnen für das Gelingen dieses Gottesdienstes.

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