Christian Brüse packt beim SuS Olfen auch neben dem Platz an. © Sebastian Reith
Fußball

Neuer Sportlicher Leiter beim SuS Olfen: Wie tickt Christian Brüse?

Der SuS Olfen hat seit einigen Tagen einen zweiten Sportlichen Leiter. Christian Brüse soll Norbert Sander entlasten. Viel Zeit sich zu finden haben die beiden nicht – im Gegenteil.

Letztlich entschied sich der SuS Olfen für die naheliegende Lösung. Vor einigen Tagen war Norbert Sander, Sportlicher Leiter des Fußball-Bezirksligisten und zuständig für die drei Herren-Mannschaften sowie die A-Jugend, an den Vereinsvorstand herangetreten und hatte um Entlastung gebeten. Wie das aussehen könnte, präsentierte Sander gleich selbst: Christian Brüse sei ein geeigneter Kandidat, für den sich der SuS Olfen dann am Ende auch entschied.

Norbert Sander erhält beim SuS Olfen Unterstützung durch Christian Brüse.
Norbert Sander erhält beim SuS Olfen Unterstützung durch Christian Brüse. © Sebastian Reith © Sebastian Reith

Sander und Brüse ist das neue Gespann beim SuS. Beide kennen sich schon lange, wissen sich zu schätzen. Und Brüse kennt den Verein ebenso wie Sander seit geraumer Zeit. Sander ging so weit, Brüse als „Mister SuS Olfen“ zu bezeichnen.

Zwei Aufstiege und ein Pokalsieg mit dem SuS Olfen

Das Urgestein war bereits als Spieler an der Hoddenstraße aktiv, fing bei den Minikickern an, stieg mit den Senioren des SuS in die 2015 Bezirksliga auf, 2017 wieder ab und 2019 wieder auf und feierte 2011 den Kreispokalsieg. Dem Verein blieb er stets treu, dabei hatte es immer wieder mal Angebote anderer Klubs gegeben. 2019 beendete der damals 30-Jährige nach einem Schien- und Wadenbeinbruch seine aktive Laufbahn.

Dem SuS blieb Brüse aber erhalten, zuletzt übernahm der die A-Jugend der Olfener als Co-Trainer und half da aus, wo Not war. „Ich war immer da, wenn jemand gefragt hat“, sagt Brüse selbst. „Es war schon irgendwie klar, dass ich in der Richtung etwas mache“, meint er mit Blick auf seine Aufgabe.

Das Übernehmen von Verantwortung ist dabei nichts Neues für Brüse. In der A-Jugend führte er seine Mannschaft als Kapitän aufs Feld. „Ich gehe gerne voran. Mit Verantwortung fühle ich mich wohl, das war schon immer so“, erzählt Brüse. „Auch wenn mir die Gemeinschaft sehr wichtig ist, habe ich schon als Spieler keinen Konflikt gescheut.“

Die ersten Erfahrungen in seiner neuen Position hat Brüse bereits gesammelt. „Die ersten Gespräche haben vor drei Wochen stattgefunden“, verrät er. Die Verkündung erfolgte aber erst in dieser Woche.

Corona-bedingte Änderungen sind möglich

Das Tandem Brüse/Sander scheint sich aber schon zu finden und beginnt zu harmonieren: Beide haben sich die Aufgaben eines Sportlichen Leiters aufgeteilt. Corona-bedingt können sich aber auch noch Änderungen ergeben. Die Aufteilung heißt aber nicht, dass jeder seine eigene Entscheidung trifft: Am Ende sollen Beschlüsse gemeinschaftlich fallen. „Ich denke, dass es eine fruchtbare Zusammenarbeit wird“, sagt Brüse.

Viel Zeit, um sich zu sammeln, haben Sander und Brüse aber nicht. Erst jüngst wurde bekannt, dass vier Spieler die Hoddenstraße verlassen und zur SG Selm wechseln. Langweilig wird es also vom Start weg nicht werden.

Brüse lässt sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Erste Gespräche liefen bereits, Spruchreifes gäbe es aber nicht zu vermelden. „Wir müssen sehen, wie wir das auffangen können“, meint Christian Brüse lapidar. Damit klingt der 32-Jährige wie ein alter Hase. In Bezug auf den SuS Olfen ist das jedenfalls voll zutreffend.

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Redakteur
Ist zum Studium ins Ruhrgebiet immigriert - und geblieben. Vielseitig interessiert mit einer Schwäche für Geschichten aus dem Sport, von vor Ort und mit historischem Bezug.
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Matthias Henkel

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