Neuer Olfener Kindergarten in traumhafter Lage, doch ein Punkt bereitet Eltern Sorge

dzKindergarten

In traumhafter Lage im Olfener Westen entsteht an der Füchtelner Mühle ein neuer Kindergarten. Er bekommt einen besonderen Schwerpunkt, dabei macht ein Punkt einigen Eltern aber etwas Angst.

Olfen

, 10.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Container sind aufgebaut, am Montag sollen die Möbel angeliefert werden, dann machen die Verantwortlichen der Jugendhilfe Werne alles fit für einen möglichst guten Kindergartenstart am Montag, 12. August.

Stephanie Kißmann, Bereichsleitung bei der Jugendhilfe, ist schon jetzt total begeistert. „Traumhaft“ sei die Lage an der Füchtelner. „Der Schwerpunkt Natur ist hier naheliegend“, sagt sie. Und auch mit der „Übergangslösung“ könnten alle gut leben. Zumal die Stadt die Wünsche der Jugendhilfe erfüllt habe.

Ein Mehrzweckraum und eine großzügige Küche

Der neue Zweigruppen-Kindergarten besteht aus so vielen Mobileinheiten, dass es einen Mehrzweckraum gibt, in dem die aktuell 29 Kinder spielen und Sport machen können. Auch der Küchenbereich ist so großzügig bemessen, dass die Mädchen und Jungen hier essen können. „Es gibt Toiletten für sehr junge Kinder und gesonderte Abstellflächen“, sagt Stephanie Kißmann.

Von Anfang an sei die Jugendhilfe in die Planung eingebunden gewesen - und so konnte sie ihre Wünsche und Vorstellungen artikulieren. Von Vorteil war dabei sicherlich, dass die Kindergartenleitung sich auf dem Areal der früheren Villa Ritter bestens auskennt.

Spielgruppen-Leitung übernimmt Leitung der neuen Kita

Yvonne Trautvetter hat die vor rund eineinhalb Jahren hier gegründete städtische Spielgruppe Pusteblume geleitet. Das wird sie auch in Zukunft mit einem kleinen Stundenkontingent weiter machen. In erster Linie ist sie jedoch Leiterin des neuen Zweigruppen-Kindergartens.

Die zweite Mitarbeiterin der Spielgruppe bleibt, sodass die Kinder, die in der Spielgruppe bleiben, ihre bekannten Ansprechpartnerinnen behalten. Dazu kommt in der Spielgruppe eine neue Kraft. Aktuell sind in der bislang städtischen Spielgruppe 16 Kinder angemeldet. „Gleichzeitig da sind aber maximal zehn Kinder“, sagt Fachbereichsleiterin Daniela Damm.

Stadt gibt die Trägerschaft der Spielgruppe Pusteblume ab

Nach einem einstimmigen Beschluss des Rates am Dienstagabend geht die Trägerschaft der Spielgruppe von der Stadt ebenfalls auf die Jugendhilfe Werne über. Sie ist somit ab 1. August Träger der Spielgruppe und des Kindergartens. Das bedeutet allerdings nicht im Umkehrschluss, dass es eine „Vermischung“ von Spielgruppe und Kindergarten gibt. „Es sind getrennte Bereiche mit verschiedenen Eingängen“, sagt Daniela Damm. Das sei jetzt bei der „Containerlösung“ so - und das werde auch in Zukunft so sein.

Um die frühere Villa um- und ausbauen zu können, muss auch die Spielgruppe in die Mobileinheiten umziehen. Wenn Ende 2020 alle Arbeiter abgezogen sind, werden Kindergarten und Spielgruppe dann in das neue Haus einziehen. Das Baukonzept sehe vor, dass Zweigruppen-Kindergarten und Spielgruppe dauerhaft hier im Olfener Westen angesiedelt werden.

Im neuen Kindergarten gibt es noch sechs freie Ü3-Plätze

Die Jugendhilfe blickt aktuell vor allem auf den Start des neuen Kindergartens am 12. August. Das Team - bestehend aus zwei Vollzeit- und drei Teilzeitkräften - ist komplett und hat sich bei einem Elternabend bereits vorgestellt. Dabei wurde auch bekannt, dass 29 Kinder für die neue Einrichtung angemeldet sind. „Es könnten auch 35 sein“, sagt Stephanie Kißmann. Allerdings seien alle U3-Plätze belegt. Es können also nur Ü3-Kinder noch angemeldet werden.

Auch für die nächsten Jahre plant die Jugendhilfe einen „möglichst sanften Übergang“ von der Spielgruppe in den Kindergarten. Allerdings könne sie nicht garantieren, dass in jedem Fall Kinder aus der Spielgruppe auch einen Platz im Kindergarten bekommen. Denn das Interesse an dem „Natur-Kindergarten“ ist bereits beim Start recht groß. Eltern wie Kinder sind wie der Träger von der Lage begeistert. „Nur die nahe Stever schreckt ein wenig ab - trotz der Einzäunung“, sagt Stephanie Kißmann.

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