Naturparkhaus, Bilholtstraße, Marktplatz - Themen, die 2020 in Olfen wichtig werden

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Skatepark, Gewerbegebiet, Straßenbau: In Olfen sind 2019 große Projekte umgesetzt worden. Für das Wahljahr 2020 steht noch mehr auf der Agenda. Wir blicken auf Themen, die wichtig werden.

Olfen

, 02.01.2020, 18:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Olfen ohne Stadthalle ist kaum vorstellbar. Kein Neujahrskonzert des Jugendsinfonieorchesters wie in diesem Jahr. Keine Second-Hand-Märkte. Keine Auftritte von bekannten Künstlern. Keine große Feiern. Seitdem die Bauarbeiten angelaufen sind, wird deutlich, wie sie vermisst wird.

Dabei gab es vor gut 30 Jahren einige Diskussionen darum, ob die Steverstadt sich eine derartige Halle überhaupt leisten kann. Oder ob es nicht zumindest besser wäre, eine multifunktionale Sport- und Veranstaltungshalle wie in Senden zu bauen. Mit viel Prominenz, Ehrengast war die damalige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth, ist die Halle eingeweiht worden.

30 Jahre später steht eine größere Weichenstellung an. Überfüllte Toiletten bei Großveranstaltungen und unerträgliche Hitze im Sommer sind sicherlich die beiden größten Schwachstellen des Objektes, das seit einigen Monaten geschlossen ist.

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Bauarbeiter geben seitdem den Takt an. Ab Juni 2020 soll die Halle wieder „bespielt werden“. Mit einem rund 350 Quadratmeter großen Saal, mit einem großzügigen Empfangsbereich statt eines Restaurants, mit einem innen liegenden Raucherbereich, einem etwa 70 Quadratmeter großen Cateringbereich und modernen sowie erweiterten sanitären Anlagen.

Neuausrichtung der Olfener Stadthalle

Veränderungen gibt es aber nicht nur baulicher Natur. Die Olfener Unternehmer Tobias Nathaus und Marina Prott von tls musik schaffen sich mit der Stadthalle ein zusätzliches geschäftliches Standbein und richten die Stadthalle neu aus. Sie wird zum Tagungs- und Veranstaltungszentrum.

Vor dem Gebäude hat sich in 2019 bereits Grundlegendes getan. Eine Teilfläche des Parkplatzes ist in einen Mobilpunkt umgebaut worden. Hier können Radfahrer ihre Zweiräder vor Regen geschützt abstellen - bei Bedarf auch diebstahlsicher.

Zum Konzept gehört auch ein komfortabler Bus-Ein- und -Ausstieg inclusive einer umgebauten Straße „Zur Geest“. Der Startschuss für eine Neuausrichtung des Verkehrs. Mehr Platz für Radfahrer soll es in diesem Jahr auf der Straße „Zur Geest“ weiter Richtung Stadtmitte und auf der Bilholtstraße geben.

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Noch gibt es keinen exakten Bauzeitenplan, doch auch bei bester Planung werden Behinderungen nicht zu vermeiden sein. Olfener müssen sich also darauf einstellen, dass die Bilholtstraße zwischen dem Netto- und dem Rewemarkt wochenlang zum Nadelöhr wird.

„Roter Radfahrerteppich“

Wenn die Bauarbeiter abgezogen sind, müssen sich fast alle Verkehrsteilnehmer neu orientieren. Der „rote Radfahrerteppich“ signalisiert dabei den motorisierten Verkehrsteilnehmern, dass sie auf dieser Durchgangsstraße besondere Rücksicht nehmen sollen.

Ähnlich aufwendig wie dieses Straßenbauprojekt ist ein Hochbauprojekt an der Füchtelner Mühle. Aus der seit Jahren kaum genutzten Scheune wird in rund 15 Monaten mit einem Kostenaufwand von rund 2 Millionen Euro ein Naturpark-Haus. Geplant ist, dass im Juni die Bauarbeiter anrücken.

Eingebettet ist das Projekt in eine Neuausrichtung des Olfener Westens mit dem Schwerpunkt Tourismus. Dazu gehört ein Naturkindergarten ebenso wie ein Wohnmobilstellplatz und andere Einrichtungen. Aktuell hat der Fischereiverein sein Interesse bekundet, hier an der Stever ein Domizil zu errichten.

Altes Kino und Gewerbegebiet Olfen-Ost II

Aber nicht nur „vor den Toren der Stadt“ werden Bauarbeiter reichlich zu tun haben. Am Marktplatz will die Stadt das frühere Kino abreißen. Die vergangenen Jahre habe die Stadt sich weniger um den Bereich gekümmert, räumte Bürgermeister Wilhelm Sendermann ein. Weil die „Investoren nicht gerade Schlange stehen“, will sie jetzt selbst aktiv werden.

Spannend wird es auch im neuen Gewerbegebiet Olfen-Ost II werden. Mit Kordel, Mercedes Schopp und Olko stehen bereits drei Großinvestoren fest. Zahlreiche kleinere Firmen wollen sich hier ebenfalls ansiedeln.

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